Wer den Gardasee kennt, denkt zuerst an belebte Uferpromenaden, Zitronenhaine und Ferienmassen. Colà di Lazise liegt ein paar Kilometer vom Seeufer entfernt, auf einem sanften Hügel über der Ebene, und folgt einem anderen Rhythmus. Hier bestimmen nicht Touristenströme den Takt, sondern das Leben der Einheimischen: Bauern, die morgens ihre Weinberge abgehen, Familien, die sich an der kleinen Piazza treffen, und Gäste, die bewusst eine Alternative zum Trubel der Seeorte suchen.
Das Dorf gehört zur Gemeinde Lazise, ist aber ein eigenständiger Ortsteil mit eigenem Charakter. Die Landschaft rund um Colà ist von Olivenhainen, Rebzeilen und vereinzelten Zypressenwegen geprägt – eine Kulisse, die an toskanische Postkarten erinnert, aber unverfälscht venetisch ist. Wer die Hügelkuppe erreicht, blickt bei klarem Wetter weit über den südlichen Gardasee, bis hinüber zu den Moränenhügeln der Halbinsel Sirmione.
Die Nähe zu Lazise, dem mittelalterlichen Seeort mit seiner venezianischen Burg und dem gut erhaltenen Stadtmauerring, macht Colà zu einem praktischen Ausgangspunkt. In wenigen Minuten mit dem Auto oder dem Fahrrad ist man am Seeufer, in den historischen Gassen oder an den öffentlichen Badestellen. Gleichzeitig bietet Colà selbst eine Ruhe, die man an der Küste kaum noch findet.
Das Viertel ist besonders für Reisende interessant, die den Gardasee nicht nur als Badeziel, sondern als Landschaft erleben möchten. Wanderwege führen durch die Hügel, Radrouten verbinden die umliegenden Ortschaften, und die lokale Gastronomie setzt auf regionale Produkte aus dem Veneto: hausgemachte Pasta, Bardolino-Wein aus den nahen Weinbergen und kalt gepresstes Olivenöl. Hotels und Agriturismos in Colà di Lazise bieten oft genau das, was am See fehlt: Platz, Stille und echten Kontakt zur Region.

Parco Termale del Garda – Villa dei Cedri
Thermalpark im Ortsteil Colà bei Lazise: zwei körperwarme Thermalseen in einem historischen Landschaftspark mit Zedern, Grotten und Wasserfällen – ganzjährig geöffnet.
Zwei körperwarme Thermalseen aus natürlichen Quellen