Stadt · Italien

Verona

Kurz vor Vorstellungsbeginn gehen auf den römischen Steinstufen der Arena tausende Kerzen an, während sich die Altstadt dahinter in einer engen Schleife der Etsch zusammendrängt.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Verona-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Frühling (April bis Juni) und Frühherbst (September, Oktober) bieten mildes Wetter und angenehme Temperaturen für Spaziergänge durch die Altstadt. Wer die Oper in der Arena erleben will, kommt im Sommer (Juni bis September), muss aber mit Hitze und vielen Besuchern rechnen. Der Winter ist ruhiger und stimmungsvoll zur Adventszeit.
Über Verona

Reisen nach Verona

Verona liegt an der Etsch, dort wo die Poebene an die Ausläufer der Alpen stößt, und steht seit dem Jahr 2000 als gesamte Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste. An der Piazza Bra steht die Arena, ein römisches Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert, in dem seit 1913 jeden Sommer unter freiem Himmel Oper gespielt wird. Fünf Gehminuten weiter öffnet sich die Piazza delle Erbe auf dem Grundriss des römischen Forums, überragt vom 84 Meter hohen Torre dei Lamberti, und in der Via Cappello drängen sich die Besucher in den Hof der Casa di Giulietta. Am Westrand riegelt die Backsteinmasse des Castelvecchio den Blick ab, dessen Ponte Scaligero 1945 gesprengt und aus den im Fluss geborgenen Ziegeln wieder aufgebaut wurde. Dazu die romanische Basilika San Zeno Maggiore mit ihren Bronzetüren, der Renaissance-Garten der Giusti über dem Ostufer, Amarone aus dem Valpolicella vor der Haustür und der Gardasee eine Viertelstunde entfernt.

Verona – Karte
Reiseführer

Verona von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz nach sieben ist die Piazza delle Erbe noch fast leer, ein Lieferwagen rangiert zwischen den Marktständen, und über den freskenbemalten Fassaden steht der Torre dei Lamberti im ersten Licht. Zwei Stunden später reicht in der Via Cappello die Schlange bis auf die Straße, und um sechs sitzt halb Verona mit einem Spritz auf demselben Platz. Die Stadt lebt von diesem Wechsel – römisches Amphitheater, mittelalterliche Piazza, ein Balkon aus dem 20. Jahrhundert, und dahinter eine Altstadt, die du in zwanzig Minuten von einem Ende zum anderen durchquerst.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Verona

Vom Amphitheater bis zur Etschschleife läufst du keine zwanzig Minuten – Veronas Kernprogramm passt in einen Bogen von anderthalb Kilometern.

Die Arena steht seit dem 1. Jahrhundert an der Piazza Bra, damals noch außerhalb der Stadtmauern, und ist nach dem Kolosseum und dem Amphitheater von Capua das drittgrößte erhaltene Bauwerk ihrer Art in Italien. Vom äußeren Mauerring blieb nach dem Erdbeben von 1117 nur ein Fragment aus vier Bögen stehen, die sogenannte Ala, die heute wie ein Rest Kulisse neben dem geschlossenen Innenring aufragt. Drinnen steigen 44 Steinstufen ringförmig nach oben; wer ganz hinaufgeht, sieht über den Rand hinweg auf die Dächer der Altstadt. Zwischen Juni und Anfang September steht im Innenraum die Opernbühne, dann ist der Tagesbesuch eingeschränkt – wer das Amphitheater leer sehen will, kommt außerhalb der Festivalmonate.

Fünf Gehminuten nördlich liegt die Piazza delle Erbe auf dem Grundriss des römischen Forums, ein langgezogener Platz, auf dem sich Cafétische, Stände und Baugeschichte vom Mittelalter bis zum Barock drängen. In der Mitte steht der Brunnen der Madonna Verona von 1368, dessen Figur eine wiederverwendete römische Statue ist, daneben die Säule mit dem Markuslöwen aus venezianischer Zeit. Die Fassaden ringsum sind das eigentliche Programm: die freskenbemalte Casa Mazzanti, der barocke Palazzo Maffei mit den Götterfiguren auf der Balustrade, in dem seit 2020 eine Kunstsammlung öffentlich zugänglich ist, und der Torre del Gardello. Unter dem Arco della Costa hängt eine Walrippe, über deren Herkunft sich die Stadt bis heute nicht einig ist.

Der Torre dei Lamberti misst rund 84 Meter und ist damit der höchste Turm der Stadt; begonnen wurde er 1172, den achteckigen Glockenaufsatz bekam er erst im 15. Jahrhundert. Ein Aufzug bringt dich den größten Teil der Strecke nach oben, den Rest gehst du zu Fuß, und von der Plattform aus ordnet sich Verona zum ersten Mal richtig: die Etschschleife, die Arena im Südwesten, die Hügel des Valpolicella im Norden. Der Eingang liegt im Cortile Mercato Vecchio, gleich hinter dem Arco della Costa. Ein paar Schritte weiter öffnet sich die Piazza dei Signori mit dem Dante-Denkmal und der Loggia del Consiglio aus der Frührenaissance, dahinter stehen hinter einem schmiedeeisernen Gitter die Arche Scaligere, die gotischen Grabmäler der Herrscherfamilie della Scala.

Die großen Kirchen lohnen einen eigenen Halbtag. Der Dom Santa Maria Matricolare hat ein romanisches Säulenportal und in einer Seitenkapelle eine Himmelfahrt Mariens von Tizian; in Sant'Anastasia, der größten Kirche der Stadt, tragen zwei bucklige Steinfiguren die Weihwasserbecken, und über dem Bogen der Pellegrini-Kapelle im rechten Querschiff leuchtet Pisanellos Fresko vom heiligen Georg. San Fermo Maggiore besteht aus zwei übereinandergebauten Kirchen, unten romanisch, oben gotisch mit einer hölzernen Decke in Form eines umgedrehten Schiffskiels. Für die wichtigsten Kirchen gibt es ein Kombiticket, das sich schon ab der zweiten rechnet. Am Westrand der Altstadt riegelt schließlich das Castelvecchio den Blick ab, 1354 unter Cangrande II. della Scala begonnen und ab 1958 von Carlo Scarpa zu einem Museum umgebaut, wegen dessen Architektur bis heute Fachleute eigens anreisen.

Sehenswürdigkeiten in Verona

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Arena & Opernfestival

Die Arena di Verona und das Opernfestival im Amphitheater

Wenn im Sommer das Licht ausgeht und auf den Steinstufen tausende Kerzen angehen, beginnt der Abend, für den viele die ganze Reise planen.

Das Opernfestival geht auf das Jahr 1913 zurück, als zum 100. Geburtstag Giuseppe Verdis eine Aida in das antike Amphitheater gestellt wurde – ein Experiment, aus dem eine Institution wurde. Gespielt wird zwischen Juni und Anfang September, und das Repertoire richtet sich nach dem Raum: Aida, Nabucco, Carmen, Turandot und La Traviata funktionieren hier, weil sie Chöre, Massen und große Bilder vertragen. Die Arena ist für ihre Akustik bekannt, gebaut wurde sie schließlich dafür, dass zehntausende Menschen etwas mitbekommen. Wer einmal erlebt hat, wie kurz vor Beginn das Licht ausgeht und auf den Rängen tausende kleine Kerzen angehen, versteht, warum die Veroneser diesen Abend nicht hergeben.

Die Preisfrage entscheidet sich an der Sitzkategorie. Auf der Gradinata sitzt du auf den unnummerierten Steinstufen wie das römische Publikum, ohne Lehne und ohne reservierten Platz – dafür günstig und mit dem besseren Blick auf das Ganze. In der Platea stehen nummerierte Sessel, poltronissime und poltrone, näher an der Bühne und deutlich teurer. Für die Steinstufen leihst du dir am Eingang ein Kissen; der Stein gibt die Hitze des Tages noch lange ab, und trotzdem wird es nach Mitternacht kühl, eine dünne Jacke gehört also ins Gepäck. Für Taschen, Schirme und Getränke gelten Einlassregeln, die du vor dem Abend nachlesen solltest. Begonnen wird zu einer festen Uhrzeit am späten Abend, wenn die Dämmerung einsetzt – die genaue Anfangszeit steht auf der Karte und kann sich im Lauf der Saison nach vorn verschieben.

Karten für die bekannten Titel und die Premierenabende sind früh weg. Weil das Programm der kommenden Saison in der Regel im Herbst des Vorjahres veröffentlicht wird, planst du eine Opernreise am besten eine Saison im Voraus und buchst Karte und Hotel im selben Arbeitsgang. Das einzige echte Risiko ist Regen: Bei Gewitter wird unterbrochen oder abgebrochen, und was dann mit der Karte passiert, hängt davon ab, wie weit die Aufführung gekommen ist – die Regelung steht in den Verkaufsbedingungen. Praktisch bleibt der Rat, vorher zu essen. Die Lokale rund um die Piazza Bra füllen sich am frühen Abend mit Opernpublikum; die Trattoria Tre Marchetti im Vicolo Tre Marchetti direkt neben der Arena lebt seit Jahrzehnten von diesem Rhythmus.

Auch tagsüber lohnt die Arena, und im Sommer bekommst du eine Zugabe gratis: Weil im Amphitheater kein Platz für Kulissenlager ist, stehen die Bühnenbilder der laufenden Saison rund um das Bauwerk auf der Piazza Bra – Sphinxen, Tempelfronten und Treppenaufgänge im Maßstab eins zu eins, an denen man vorbeispaziert wie durch ein Freilichtdepot. Wer klassisches Sprechtheater sucht, wechselt ans andere Etschufer: Im römischen Theater aus augusteischer Zeit läuft im Sommer die Estate Teatrale Veronese mit Shakespeare-Inszenierungen, Tanz und Jazz, in kleinerem Rahmen und mit Blick über den Fluss. Außerhalb der Opernsaison ist die Arena Konzertbühne, und im Advent ragt eine große Sternenskulptur aus Stahl aus ihrem Mauerring.

Aktivitäten & Touren in Verona

Romeo & Julia

Romeo und Julia in Verona zwischen Balkon und Legende

Der Balkon ist jünger als die Legende, und trotzdem stehen jeden Tag hunderte Menschen im Hof darunter.

Casa di Giulietta
Casa di Giulietta

Die Casa di Giulietta in der Via Cappello ist ein gotisches Stadthaus aus dem 13. Jahrhundert, das einer Familie Dal Cappello gehörte – der Namensanklang an Shakespeares Capulets reichte, um daraus im 20. Jahrhundert einen Wallfahrtsort zu machen. Die Stadt kaufte das Haus 1907, der berühmte Balkon wurde in den 1930er Jahren aus einem alten Sarkophagfragment angebaut. Shakespeare selbst war nie in Verona; er übernahm den Stoff aus einer Novelle des Vicentiners Luigi da Porto, der die Geschichte in den 1520er Jahren nach Verona verlegte, danach über Matteo Bandello und eine englische Versfassung. Wer das weiß, geht anders in den Hof – nicht als Pilger, sondern als Zeuge einer sehr erfolgreichen Erfindung.

Praktisch heißt das: Der Innenhof ist frei zugänglich und entsprechend voll, das Museum im Haus kostet Eintritt und ist die ruhigere Hälfte. Drinnen stehen Kostüme und das Bett aus Franco Zeffirellis Verfilmung von 1968, dazu Keramik und Fresken aus veroneser Palästen. Die Bronzestatue Julias im Hof ist seit einigen Jahren eine Kopie, das Original steht wegen der Abnutzung im Inneren – die rechte Brust der Figur war blank poliert, weil das Berühren angeblich Glück in der Liebe bringen soll. Die Kaugummis an den Wänden, jahrelang das unfreiwillige Markenzeichen des Hofs, sind entfernt und untersagt; Liebesbriefe dagegen werden weiterhin beantwortet, ehrenamtlich, vom Club di Giulietta.

Zur Legende gehören zwei weitere Adressen, die kaum jemand ansteuert. In der Via Arche Scaligere steht das sogenannte Haus des Romeo, ein wehrhafter Backsteinbau, der der Familie Montecchi zugeschrieben wird und nicht zu besichtigen ist – im Erdgeschoss sitzt die Osteria al Duca, sodass du wenigstens beim Abendessen darin sitzt. Südlich des Zentrums steht im ehemaligen Kapuzinerkloster San Francesco al Corso ein leerer Sarkophag aus rotem Veroneser Marmor, der schon im 16. Jahrhundert als Grab Julias gezeigt wurde und spätestens auf der Grand Tour zum festen Programmpunkt gehörte; die Krypta, in der er heute liegt, wurde in den 1930er Jahren so eingerichtet. Im selben Gebäude hängen gerettete Fresken abgerissener Stadtpaläste. Byron und Dickens haben den Ort in ihren Reiseaufzeichnungen beschrieben, was mehr über die Wirkung der Legende sagt als über ihre Wahrheit.

Ein Rat zur Dosierung: Der Julia-Komplex ist in einer Stunde erledigt, und das ist auch die richtige Menge. Wer mehr davon will, bucht den geführten Altstadt-Rundgang auf den Spuren von Romeo und Julia, der in rund zwei Stunden die Casa di Giulietta, die Piazza delle Erbe und die Arena verbindet und die Legende dabei sauber von der Stadtgeschichte trennt – die deutlich bessere Version als das Anstehen vor dem Balkon. Rund um den 14. Februar dreht die Stadt das Thema unter dem Titel Verona in Love ins Große, mit Installationen auf den Plätzen, Konzerten und einem Hof voller roter Herzen. Wer Verona außerhalb dieser Tage besucht, hat den Hof in der ersten halben Stunde nach der Öffnung fast für sich.

Rundgang & Tagesplan

Verona an einem Tag – ein Rundgang von der Piazza Bra zur Ponte Pietra

Vom Bahnhof bis zur Ponte Pietra sind es keine drei Kilometer – ein Tag reicht für das Zentrum, wenn du früh anfängst.

Starte auf der Piazza Bra, solange die Cafétische noch im Schatten stehen. Die Arena zuerst, bevor sich die Gruppen sammeln, danach durch die Via Mazzini, Veronas Einkaufsachse zwischen Marmorplatten und Schaufenstern, hinauf zur Via Cappello und in den Hof der Casa di Giulietta – zehn Minuten reichen dort völlig. Von dort sind es zwei Ecken bis zur Piazza delle Erbe, wo du dir den ersten Kaffee im Stehen holst und den Platz einmal von Süd nach Nord abläufst, vorbei am Brunnen der Madonna Verona, an den Fresken der Casa Mazzanti und unter dem Arco della Costa mit der Walrippe hindurch.

Weiter über die Piazza dei Signori mit dem Dante-Denkmal zu den Arche Scaligere und in den Cortile Mercato Vecchio, wo der Aufzug auf den Torre dei Lamberti startet. Steig hinauf, bevor der Mittagsdunst kommt: Von oben ordnet sich die Route, die du gerade gelaufen bist, in eine einzige Flussschleife. Danach nach Norden zur Basilika Sant'Anastasia und weiter zum Dom, beide keine fünf Gehminuten voneinander entfernt. Für die Mittagspause bietet sich das Caffè Monte Baldo in der Via Rosa an, seit 1909 am Platz und bekannt für belegte Tartine an der Theke, oder die familiengeführte Osteria Trattoria Al Duomo mit veroneser Klassikern nahe der Kathedrale.

Am Nachmittag wechselst du das Ufer. Über die Ponte Pietra, deren innere Bögen aus dem 1. Jahrhundert vor Christus stammen, kommst du ans linke Etschufer; von dort bringt dich eine kurze Standseilbahn hinauf zum Castel San Pietro, zu Fuß dauert der Aufstieg über die Treppen eine knappe Viertelstunde. Oben liegt der Blick, den alle von Verona im Kopf haben: die Flussschleife, die Ziegeldächer, die Türme, dahinter die Hügel. Unterhalb der Terrasse liegt das römische Theater aus augusteischer Zeit mit dem Archäologischen Museum im Klosterbau darüber, und ein paar Straßen weiter östlich beginnt Veronetta mit dem Giardino Giusti, dessen Zypressenallee schon Goethe 1786 auffiel.

Für den Abend zurück ans rechte Ufer und nach Westen: Castelvecchio und die Ponte Scaligero stehen im Licht der untergehenden Sonne am besten, und von der Brücke aus liegt flussabwärts die ganze Altstadtsilhouette vor dir. Wer dann noch Beine hat, hängt die Basilika San Zeno Maggiore an, gut zehn Minuten weiter am Ufer entlang. Danach Aperitivo auf der Piazza delle Erbe oder der stilleren Piazza dei Signori und Abendessen in einer Osteria der Altstadt. Hast du zwei Tage, gehört der zweite dem Valpolicella oder dem Gardasee – beides liegt unter einer Stunde entfernt und lässt sich ohne Hotelwechsel erledigen.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Stadtviertel

Veronas Stadtviertel von der Città Antica bis Veronetta

Die Etsch schlingt sich in einer engen Schleife um die Altstadt, und fast alles, was du sehen willst, liegt innerhalb dieses Bogens.

Piazza delle Erbe
Piazza delle Erbe

Das Centro Storico, von den Veronesern Città Antica genannt, füllt die Flussschleife komplett aus und ist das, was du dir unter Verona vorstellst. Innerhalb dieses Bogens liegen die Piazza delle Erbe, die Piazza dei Signori, die Arche Scaligere, Sant'Anastasia, der Dom, die Via Mazzini als Einkaufsachse und die Casa di Giulietta – alles ohne einen Meter Bus. Die Straßenzüge folgen in weiten Teilen noch dem römischen Raster, und im Nordwesten steht mit der Porta Borsari ein römisches Stadttor mitten in der Häuserzeile. Wer zum ersten Mal in Verona ist und wenig Zeit hat, wohnt hier und läuft alles ab.

Südlich der Piazza Bra schließt die Cittadella an, benannt nach der Festung, die Gian Galeazzo Visconti 1389 hier anlegen ließ und von der kaum mehr als der Name blieb. Heute ist es der Streifen zwischen dem großen Platz und der Porta Nuova, mit dem Corso Porta Nuova als breiter Zufahrt, dem Palazzo della Gran Guardia an der Piazza Bra und einem der größten Parkhäuser der Stadt. Für Reisende ist das Viertel vor allem Logistik: kurze Wege zum Hauptbahnhof, viele Hotels aller Kategorien, und außer der Arena und der Gran Guardia am Nordrand kaum etwas, wofür du extra herkommen würdest – dafür stehst du nach einer Viertelstunde zu Fuß mitten in der Altstadt.

Im Westen, hinter dem Castelvecchio, liegt San Zeno, das Viertel um die romanische Basilika. Hier ist es ruhiger, die Trattorien sind voller Einheimischer, und im Februar steht das Viertel im Mittelpunkt des veroneser Karnevals. Nördlich der Etsch, über die Ponte Garibaldi in wenigen Minuten erreichbar, beginnt Borgo Trento, ein Wohnviertel des frühen 20. Jahrhunderts mit Villen im Liberty-Stil, breiten Alleen und der Lungadige als Uferpromenade. Zum Zentrum sind es von dort rund zehn Gehminuten, und die Zimmerpreise liegen spürbar unter denen der Altstadt.

Am linken Etschufer gegenüber der Altstadt liegt Veronetta, das Universitätsviertel. Geisteswissenschaftliche Institute geben hier den Ton an, dazu Studentenkneipen und ein paar sehr gute Weinbars. Zwei Ziele lohnen den Weg über die Brücke auch ohne Vorlesungsplan: die Kirche Santa Maria in Organo, deren Chorgestühl Fra Giovanni da Verona um 1500 als Intarsienarbeit ausführte, und der Interrato dell'Acqua Morta, eine ungewöhnlich breite Straße, die auf einem zugeschütteten Seitenarm der Etsch verläuft. Ganz im Süden schließlich dehnt sich Borgo Roma, ein Wohn- und Arbeitsviertel jenseits der Bahnlinie, in dem du keine Sehenswürdigkeit findest, dafür Alltagsverona zu Alltagspreisen.

Übernachten

Hotels in Verona und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Verona ist klein genug, dass jede Lage im Zentrum funktioniert – die schwierigere Frage ist, in welcher Woche du kommst.

Die erste Adresse der Stadt ist das Due Torri Hotel an der Piazza Sant'Anastasia, ein Fünf-Sterne-Haus der Leading Hotels of the World in einem Palast, der schon im 19. Jahrhundert Reisende beherbergte. Von dort sind es wenige Minuten zur Piazza delle Erbe, zur Casa di Giulietta und zur Arena, und die Dachterrasse blickt über die Kirchenfassade hinweg auf die Altstadtdächer. Ebenfalls fünf Sterne, aber ein völlig anderer Charakter: Das NH Collection Palazzo Verona nahe dem Corso Porta Borsari hat römische Mauerreste im Untergeschoss, Bausubstanz aus dem 14. Jahrhundert und rund siebzig zeitgemäß eingerichtete Zimmer.

Eine Kategorie darunter wird es unaufgeregter. Das Hotel Accademia liegt in der Via Scala, einen Schritt neben der eleganten Via Mazzini, was bedeutet: Piazza Bra, Arena und Julias Haus jeweils in wenigen Gehminuten, und trotzdem eine vergleichsweise ruhige Seitenstraße. Das Hotel Colomba d'Oro in der Via Carlo Cattaneo steckt in einem restaurierten mittelalterlichen Bau rund 150 Meter von der Piazza Bra entfernt – ein paar Minuten zu Fuß zur Arena, praktisch, wenn du nach einer Oper weit nach Mitternacht ins Bett willst. Das Hotel Indigo Verona – Grand Hotel Des Arts am Corso Porta Nuova zählt rund 62 Zimmer und liegt auf halbem Weg zwischen Bahnhof und Amphitheater.

Der Kalender bestimmt den Preis stärker als die Sternezahl. Zur Weinmesse Vinitaly im April ist die ganze Stadt ausgebucht, an Opernabenden im Juli und August ziehen die Raten in Arena-Nähe an, und im November füllt die Pferdemesse Fieracavalli die Häuser erneut. Wer flexibel ist, legt die Reise auf Dienstag bis Donnerstag und meidet die Messewochen; im Februar oder November bekommst du dieselben Zimmer zu einem Bruchteil. Umgekehrt gilt: Willst du im Sommer in die Arena, buchst du Hotel und Opernkarte im selben Arbeitsgang statt nacheinander, sonst hast du am Ende eines von beidem.

Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist das Auto. Die Altstadt ist Zona a Traffico Limitato, Kameras erfassen jedes Kennzeichen, und jede unberechtigte Durchfahrt kostet einen eigenen Bußgeldbescheid, der Wochen später in Deutschland ankommt. Hotels innerhalb der Zone können ihre Gäste in der Regel anmelden – aber nur, wenn du ihnen Kennzeichen und Ankunftstag rechtzeitig mitteilst. Frag beim Buchen aktiv danach und lass dir bestätigen, in welchem Parkhaus du stehen sollst. Eigene Stellplätze haben die wenigsten Häuser im historischen Zentrum, und die Zufahrt zu Fuß mit Koffer über Kopfsteinpflaster ist eingeplant, nicht improvisiert.

Hotels in Verona

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Verona und die Küche zwischen Amarone und Pastissada

Veroneser Küche ist Fleisch, Reis und Wein, und die Stadt trägt das ohne jede Ironie vor sich her.

Die Klassiker stehen in der Altstadt. Die Osteria al Duca in der Via Arche Scaligere kocht in einem Palast aus dem 13. Jahrhundert, der der Familie Montecchi zugeschrieben wird, und serviert die Pastissada de Caval, den lange in Wein geschmorten Eintopf aus Pferdefleisch, der in Verona seit Jahrhunderten auf den Karten steht – wer damit nichts anfangen kann, sollte das vor der Bestellung wissen und stattdessen zu Bigoli oder Polenta greifen. Die Osteria Trattoria Al Duomo nahe der Kathedrale ist die familiengeführte Variante desselben Prinzips: rustikal eingerichtet, herzhafte Klassiker, keine Weltküche.

Rund um die Arena hängt die Gastronomie am Opernkalender. Die Trattoria Tre Marchetti im Vicolo Tre Marchetti wird seit 1960 von derselben Familie geführt und füllt sich an Spielabenden zweimal, vor und nach der Vorstellung; die Weinkarte ist entsprechend tief. Le Cantine de l'Arena an der Piazzetta Scalette Rubiani liegt direkt gegenüber dem Amphitheater und kombiniert veroneser Gerichte mit neapolitanischer Holzofenpizza, was an einem langen Abend praktischer ist, als es klingt. Moderner geht es in der Locanda 4 Cuochi in der Via Alberto Mario zu, die vier Köche 2012 eröffnet haben – saisonale Karte, offene Küche, ein paar Plätze direkt am Pass.

Auf den Teller gehören ein paar Dinge, die es anderswo so nicht gibt. Risotto all'Amarone wird mit dem schweren Rotwein der Region aufgegossen und bekommt davon Farbe und Tiefe; der Reis dafür kommt oft aus Isola della Scala südlich der Stadt, wo der Vialone Nano wächst. Dazu Bigoli, die dicke Vollkornnudel des Veneto, Polenta zu praktisch allem, Monte Veronese als Bergkäse aus den Lessinischen Bergen und im Winter die Gnocchi, die in Verona so wichtig sind, dass der Karneval nach ihnen benannt ist. Als Mitbringsel funktioniert der Pandoro, den der Konditor Domenico Melegatti 1894 in Verona patentieren ließ.

Getrunken wird lokal, und die Auswahl ist ungewöhnlich gut. Aus dem Valpolicella nordwestlich der Stadt kommen der kräftige Amarone aus angetrockneten Trauben, der leichtere Ripasso und der süße Recioto, aus den Hügeln im Osten der weiße Soave, vom Gardaseeufer der Bardolino und südlich davon der Lugana. Wer sich durchprobieren will, geht ins Caffè Monte Baldo in der Via Rosa, seit 1909 geöffnet, tagsüber Theke mit Tartine und abends Osteria mit über 300 Weinen. Zwei Hinweise für die Planung: An Opernabenden reservierst du besser vorher, und die Küchen im Zentrum schließen früher, als es die südländische Erwartung nahelegt.

Restaurants in Verona

Anreise & vor Ort

Anreise nach Verona und unterwegs in der Stadt

Verona liegt am Kreuz der Brennerlinie und der Strecke Mailand–Venedig, was die Anreise aus Deutschland ungewöhnlich einfach macht.

Mit dem Zug hältst du in Verona Porta Nuova, gut anderthalb Kilometer südlich der Piazza Bra. Über den Brenner fahren EuroCity-Züge aus München durch, für die du rund fünfeinhalb Stunden einplanst; aus Innsbruck ist es entsprechend weniger. Innerhalb Italiens liegt Venedig gut eine Stunde entfernt, Mailand rund anderthalb, Bologna knapp eine. Vom Bahnhof zur Altstadt läufst du etwa zwanzig Minuten den Corso Porta Nuova hinauf, was ein guter erster Eindruck ist, weil du am Ende durch das Stadttor auf die Piazza Bra und direkt auf die Arena zugehst. Stadtbusse bedienen dieselbe Strecke, wenn das Gepäck dagegenspricht.

Mit dem Auto kommst du über die Brennerautobahn A22 und die A4 zwischen Mailand und Venedig, die sich westlich der Stadt kreuzen. Aus München sind es je nach Verkehr fünf bis sechs Stunden, aus Innsbruck knapp drei. Entscheidend ist, dass du den Wagen vor der Altstadt abstellst: Der historische Kern ist ZTL, die Kameras arbeiten zuverlässig, und das Navigationsgerät lotst dich trotzdem hinein. Steuere eines der großen Parkhäuser am Rand der Zone an, etwa an der Cittadella südlich der Piazza Bra. Wer länger bleibt, parkt günstiger auf den ausgeschilderten Plätzen weiter außen und fährt mit dem Bus ins Zentrum.

Der eigene Flughafen der Stadt, Verona Villafranca mit dem Beinamen Valerio Catullo, liegt rund zehn Kilometer südwestlich und wird aus Deutschland vor allem saisonal bedient; ein Flughafenbus verbindet ihn mit Porta Nuova. Praktisch führen die meisten Wege aber über die größeren Drehkreuze: Von Bergamo, Mailand und Venedig aus bist du mit Bahn oder Bus in ein bis zwei Stunden in Verona. Und weil Peschiera del Garda mit dem Regionalzug nur eine Viertelstunde entfernt liegt, funktioniert die Anreise auch umgekehrt – viele Gäste wohnen am Gardasee und kommen für einen Tag in die Stadt.

In Verona selbst brauchst du kein Verkehrsmittel. Von der Arena bis zur Ponte Pietra misst die Altstadt keine anderthalb Kilometer, und die Wege dazwischen sind Kopfsteinpflaster – feste Schuhe helfen mehr als jeder Fahrplan. Zwei Ausnahmen lohnen sich: die Standseilbahn von der Ponte Pietra hinauf zum Castel San Pietro, die dir den Treppenaufstieg erspart, und die Stadtbusse in die äußeren Viertel. Die VeronaCard bündelt den Eintritt zu vielen Museen und Kirchen mit der Nutzung der Stadtbusse und ist in zwei Laufzeiten zu haben; ab der dritten Sehenswürdigkeit am Tag rechnet sie sich in der Regel.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge an See & in die Hügel

Ausflüge ab Verona an den Gardasee und ins Valpolicella

Vom Bahnsteig in Porta Nuova bist du in einer Viertelstunde am Gardasee und in gut einer Stunde in Venedig.

Castelvecchio und Ponte Scaligero
Castelvecchio und Ponte Scaligero

Der Gardasee beginnt praktisch vor der Haustür. Nach Peschiera del Garda am Südufer braucht der Regionalzug rund eine Viertelstunde, von dort fahren Linienschiffe nach Sirmione, Lazise und Bardolino. Sirmione zieht sich als schmale Halbinsel weit in den See hinein: Am Eingang steht die Wasserburg der Scaliger, an der Spitze liegen die Grotte di Catullo, die Reste einer römischen Villenanlage über dem Wasser. Wer es ohne Umsteigen will, bucht die geführte Bootstour ab Verona, die Fahrt, Hafenrunde und freie Zeit im Ort bündelt. Weiter nördlich lohnt Malcesine mit der drehbaren Seilbahn auf den Monte Baldo – dann wird der Tag allerdings lang.

Nach Norden steigt das Land in die Hügel des Valpolicella, keine halbe Stunde vom Zentrum entfernt. Zwischen San Pietro in Cariano, Fumane, Marano und Negrar liegen die Weingüter, in deren luftigen Trockenböden die Trauben monatelang antrocknen, bevor daraus Amarone wird. Geführte Touren ab Verona verbinden meist ein bis zwei Betriebe mit einer Verkostung von Valpolicella, Ripasso und Amarone; weil dabei getrunken wird, ist das die vernünftigere Variante gegenüber dem Mietwagen. Zwischendurch stehen romanische Dorfkirchen und Renaissance-Villen in der Landschaft, und die Wege sind kurz genug für einen halben Tag.

Für Städtetage ist Verona ein guter Ausgangspunkt. Vicenza mit den Bauten Andrea Palladios liegt eine knappe halbe Stunde entfernt, Padua mit Giottos Fresken in der Scrovegni-Kapelle rund eine Stunde – für die Kapelle brauchst du ein vorab gebuchtes Zeitfenster, spontan kommst du nicht hinein. Venedig erreichst du in gut einer Stunde, was einen Tagesausflug ohne Hetze erlaubt, wenn du früh losfährst. Und nach Süden liegt Mantua, mit dem Regionalzug in etwa einer Stunde zu schaffen: Gonzaga-Residenz, Palazzo Te und drei künstliche Seen, deutlich ruhiger als alles bisher Genannte.

Wer aus der Stadt heraus will, ohne weit zu fahren, fährt in die Monti Lessini, das Hochplateau nördlich von Verona. Dort liegen Weiden, Almkäsereien und mit dem Ponte di Veja eine der größten natürlichen Felsbrücken Europas, dazu die Fossilienfundstätte von Bolca, deren versteinerte Fische in einem eigenen Museum zu sehen sind. Östlich der Stadt lohnt Soave, ein Weinort mit vollständig erhaltener Stadtmauer und einer Burg über den Rebhängen, in einer knappen halben Stunde erreichbar. Beide Ziele sind außerhalb der heißen Sommerwochen am angenehmsten.

Feste & Veranstaltungen

Vinitaly, Karneval und der Veranstaltungskalender in Verona

Zweimal im Jahr macht eine Messe die Zimmer knapp, und den ganzen Sommer über bestimmt die Oper den Abendrhythmus.

Arena di Verona
Arena di Verona

Der Opernsommer von Juni bis Anfang September ist das größte Ereignis im Kalender und verändert die ganze Stadt: Bühnenbilder stehen auf der Piazza Bra, die Restaurants ringsum kochen in zwei Schichten, und nach Mitternacht ist die Altstadt noch einmal voll. Wer gar nicht in die Oper will, sollte das trotzdem wissen, weil sich Preise und Verfügbarkeiten an diesen Abenden spürbar verschieben. Parallel läuft am anderen Etschufer die Estate Teatrale Veronese im römischen Theater, deutlich kleiner, mit Shakespeare, Tanz und Jazz vor der Kulisse der Altstadt und Blick über den Fluss.

Die Messen der Veronafiere im Süden der Stadt sind der zweite Taktgeber. Im April kommt mit Vinitaly eine der wichtigsten Weinmessen der Welt in die Stadt und bringt zehntausende Fachbesucher mit; Hotelzimmer sind dann Monate vorher vergeben und die Preise auf Jahreshöchststand. Im November folgt Fieracavalli, die Pferdemesse mit langer Tradition, mit ähnlicher Wirkung in kleinerem Maßstab. Für Reisende ohne Messeinteresse heißt das schlicht: Prüfe vor der Buchung den Messekalender, sonst zahlst du für dieselbe Reise deutlich mehr und findest abends schwerer einen Tisch.

Im Februar gehört Verona zwei sehr unterschiedlichen Festen. Rund um den 14. Februar läuft Verona in Love, wenn die Stadt ihre Romeo-und-Julia-Geschichte in Installationen, Konzerte und einen Hof voller roter Herzen übersetzt. Je nach Osterdatum kurz davor oder kurz danach steigt der Bacanal del Gnoco, Veronas Karneval, dessen Ursprung auf das Jahr 1531 zurückgeführt wird und der damit zu den ältesten Italiens zählt. Höhepunkt ist der Venerdì Gnocolar, der Gnocchi-Freitag vor der Fastenzeit, an dem der Papà del Gnoco mit einer überdimensionalen Gabel voran durch die Straßen zieht.

Der Rest des Jahres verteilt sich auf kleinere, aber charaktervolle Termine. Im September verwandelt Tocatì, das internationale Festival der Straßenspiele, die Plätze der Altstadt für ein Wochenende in Spielfelder, mit Gästen aus wechselnden Partnerländern. Im Advent zieht sich der Santa-Lucia-Markt über die Piazza Bra, denn in Verona bringt traditionell die heilige Lucia am 13. Dezember die Geschenke. Und aus dem Mauerring der Arena ragt dann seit den 1980er Jahren eine große Sternenskulptur aus Stahl über den Platz – das inoffizielle Wahrzeichen des veroneser Winters.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Verona – und welches zu dir passt

Centro Storico (Città Antica)Centro Storico (Città Antica)In der engen Etschschleife liegt alles, was Verona ausmacht: Piazza delle Erbe und Piazza dei Signori, die Arche Scaligere, Sant'Anastasia, der Dom, die Via Mazzini und der Hof der Casa di Giulietta. Die Straßenzüge folgen in weiten Teilen noch dem römischen Raster, und du kommst hier eine ganze Reise lang ohne Bus aus.Ideal für: Erste Orientierung1 TagCittadellaCittadellaDer Streifen zwischen Piazza Bra und Porta Nuova trägt den Namen der Festung, die Gian Galeazzo Visconti 1389 hier anlegen ließ. Heute ist es das Hotel- und Logistikviertel der Stadt: kurze Wege zum Hauptbahnhof, große Parkhäuser, der Palazzo della Gran Guardia am Platz – und nach einer Viertelstunde zu Fuß stehst du mitten in der Altstadt.Ideal für: Hotels & Anreise½ TagSan ZenoSan ZenoHinter dem Castelvecchio, am westlichen Rand der Altstadt, wird es ruhiger. Rund um die romanische Basilika San Zeno Maggiore mit ihren Bronzetüren liegt ein Viertel mit Werkstätten, Trattorien und wenig Reisegruppen. Im Februar gehört es dem Venerdì Gnocolar, dem lautesten Tag des veroneser Karnevals.Ideal für: Romanik & Alltag½ TagVeronettaVeronettaAm linken Etschufer gegenüber der Altstadt liegt das Universitätsviertel, dessen Name aus der Zeit stammt, als der Fluss für einige Jahre eine politische Grenze war. Heute geben Institute, Studentenkneipen und Weinbars den Ton an, und mit dem Giardino Giusti steht hier einer der besterhaltenen Renaissance-Gärten Italiens.Ideal für: Garten & Weinbars½ TagBorgo TrentoBorgo TrentoNördlich der Etsch, über die Ponte Garibaldi in wenigen Minuten erreichbar, breitet sich ein Wohnviertel des frühen 20. Jahrhunderts aus: Villen im Liberty-Stil, breite Alleen und die Lungadige als Uferpromenade. Für Übernachtungen die ruhige und meist günstigere Alternative zur Altstadt.Ideal für: Ruhig übernachten½ TagBorgo RomaBorgo RomaIm Süden jenseits der Bahnlinie liegt das Wohn- und Arbeitsviertel der Stadt, ohne eine einzige Sehenswürdigkeit auf der Liste. Wer hier isst, sitzt zwischen Veronesern und zahlt Alltagspreise – interessant vor allem für längere Aufenthalte und für alle, die zu einer Messe im Süden der Stadt anreisen.Ideal für: Alltag & Messewenige Stunden
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Verona: Wetter und Termine im Jahreslauf

Verona liegt zwischen Poebene und Gardasee – das bedeutet schwüle Sommer, neblige Winter und zwei sehr angenehme Übergangszeiten.

Das Klima in Verona ist kontinental geprägt und deutlich extremer, als das mediterrane Bild von Italien vermuten lässt. Im Winter drückt sich feuchte Kaltluft in der Poebene fest, mit Werten um den Gefrierpunkt und häufigem Nebel; im Hochsommer staut sich die Hitze zwischen Alpenrand und Ebene, und Entlastung bringen meist erst Abendgewitter. Der Gardasee mildert das ein wenig, aber nicht viel. Frühling und Herbst sind entsprechend die stärksten Reisezeiten: mild genug für lange Wege zu Fuß über Kopfsteinpflaster, warm genug für Abende auf der Piazza. Wichtiger als das Thermometer bleibt der Terminkalender aus Opernsommer und Messen.

Jan6°-1°kalt und diesig, leere Kirchen
Feb9°0°Karneval und Verona in Love
Mär14°4°erste Tage auf der Piazza
Apr18°8°mild, Vinitaly füllt die Hotels
Mai23°12°lange Abende, beste Zeit
Jun27°16°warm, Opernfestival beginnt
Jul30°19°heiß, Oper bis nach Mitternacht
Aug29°18°heiß und voll, Ferragosto
Sep25°15°warm, Oper und Tocatì
Okt18°10°goldenes Licht, ruhige Gassen
Nov11°4°neblig, Fieracavalli
Dez7°0°Santa-Lucia-Markt an der Piazza Bra

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Verona sind April, Mai, September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 18 und 25 Grad, du läufst die kurzen Wege zwischen Arena, Piazza delle Erbe und Ponte Pietra bequem zu Fuß und sitzt abends draußen, ohne zu frieren oder zu schwitzen. Zwei Einschränkungen: Im April blockiert die Weinmesse Vinitaly für rund eine Woche die Hotels, im November tut Fieracavalli dasselbe in kleinerem Maßstab. Juli und August sind heiß und schwül – wer trotzdem kommt, kommt wegen der Oper und plant den Tag um die Mittagshitze herum. Von Dezember bis Februar ist Verona kühl und oft neblig, dafür günstig und in den Kirchen und Museen fast leer.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Verona

Wie viele Tage sollte man für Verona einplanen?
Ein voller Tag reicht für Arena, Piazza delle Erbe, Torre dei Lamberti und den Hof der Casa di Giulietta. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann Castelvecchio, San Zeno, das römische Theater und der Aufstieg zum Castel San Pietro dazupassen. Bei drei Tagen kommt ein Ausflug ins Valpolicella oder an den Gardasee hinzu – oder ein Opernabend, nach dem du am nächsten Morgen ausschlafen willst.
Wann sollte man Karten für die Arena di Verona buchen?
So früh wie möglich. Das Programm der kommenden Saison wird in der Regel im Herbst des Vorjahres veröffentlicht, und die bekannten Titel sowie die Premierenabende sind zuerst vergeben. Wenn du auf ein bestimmtes Datum festgelegt bist, buchst du Karte und Hotel im selben Zug, weil an Opernabenden auch die Zimmer in Arena-Nähe schnell knapp werden.
Wo sitzt man in der Arena am besten?
Auf der Gradinata, den unnummerierten Steinstufen, sitzt du günstiger und hast den besseren Überblick über die ganze Bühne – dafür ohne reservierten Platz, du solltest also früh da sein. Die nummerierten Sessel der Platea stehen näher am Geschehen und kosten deutlich mehr. Für die Steinstufen leihst du am Eingang ein Kissen und nimmst eine dünne Jacke mit, weil es nach Mitternacht abkühlt.
Ist der Balkon an Julias Haus echt?
Nein. Das Haus in der Via Cappello stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehörte einer Familie Dal Cappello, der Balkon wurde aber erst in den 1930er Jahren aus einem alten Sarkophagfragment angebaut. Auch Shakespeare war nie in Verona, er übernahm den Stoff aus italienischen Novellen. Der Innenhof ist frei zugänglich, das Museum im Haus kostet Eintritt und ist die ruhigere Hälfte des Besuchs.
Wie kommt man von Verona an den Gardasee?
Mit dem Regionalzug nach Peschiera del Garda am Südufer, der rund eine Viertelstunde braucht. Von dort fahren Linienschiffe nach Sirmione, Lazise und Bardolino, Busse bedienen das Ostufer. Wer es ohne Umsteigen will, bucht eine geführte Bootstour ab Verona nach Sirmione. Umgekehrt funktioniert es genauso gut – vom Gardasee aus ist Verona der naheliegendste Städtetag.
Lohnt sich Verona als Tagesausflug vom Gardasee?
Ja, das ist sogar die häufigste Art, die Stadt zu sehen. Ab Peschiera del Garda fährt der Regionalzug rund eine Viertelstunde bis Porta Nuova, von dort läufst du zwanzig Minuten zur Arena. Für Arena, Piazza delle Erbe und Julias Hof reicht das aus. Wer in die Oper will oder die Altstadt am frühen Morgen ohne Gruppen sehen möchte, übernachtet allerdings besser vor Ort.
Wann ist die beste Reisezeit für Verona?
April, Mai, September und Oktober, mit Höchstwerten zwischen 18 und 25 Grad und Abenden, an denen du draußen sitzen kannst. Juli und August sind heiß und schwül, dafür läuft dann das Opernfestival. Im April treibt die Weinmesse Vinitaly die Hotelpreise nach oben, im November die Pferdemesse Fieracavalli – beide Wochen meidest du besser, wenn du günstig reisen willst.
In welchem Viertel wohnt man in Verona am besten?
Im Centro Storico innerhalb der Etschschleife bist du zu allem zu Fuß unterwegs und zahlst dafür am meisten. Die Cittadella zwischen Piazza Bra und Hauptbahnhof ist die praktische Alternative mit kurzen Wegen und vielen Hotels. Borgo Trento nördlich des Flusses und San Zeno im Westen sind ruhiger und meist günstiger, beide rund zehn bis fünfzehn Gehminuten vom Zentrum entfernt.
Braucht man in Verona ein Auto?
In der Stadt nicht. Die Altstadt ist Zona a Traffico Limitato, Kameras erfassen jede unberechtigte Durchfahrt, und jeder Verstoß wird einzeln abgerechnet. Stell den Wagen in einem Parkhaus am Rand der Zone oder weiter außen ab und lauf die letzten Minuten. Für Ausflüge ins Valpolicella oder in die Monti Lessini ist ein Auto praktisch – für eine Weinverkostung allerdings die schlechtere Idee.
Was sollte man in Verona unbedingt probieren?
Risotto all'Amarone, mit dem schweren Rotwein der Region aufgegossen, Bigoli als dicke Vollkornnudel des Veneto und Polenta zu praktisch allem. Die Pastissada de Caval ist der bekannteste Klassiker, besteht allerdings aus Pferdefleisch. Dazu Monte Veronese als Bergkäse, im Winter Gnocchi und als Mitbringsel den Pandoro, den ein veroneser Konditor 1894 patentieren ließ.
Welche Weine kommen aus der Gegend um Verona?
Aus dem Valpolicella nordwestlich der Stadt der kräftige Amarone aus angetrockneten Trauben, der leichtere Ripasso und der süße Recioto. Östlich liegen die Hügel des Soave mit dem gleichnamigen Weißwein, am Gardaseeufer wächst der Bardolino und südlich davon der Lugana. Verkostungen im Valpolicella dauern meist einen halben Tag und lassen sich ab Verona als geführte Tour buchen.
Was kann man in Verona bei Regen machen?
Die Stadt ist dafür gut ausgestattet. Das Museum im Castelvecchio füllt mit Carlo Scarpas Umbau und der Sammlung leicht zwei Stunden, dazu kommen die großen Kirchen mit Kombiticket, das Archäologische Museum über dem römischen Theater und die Kunstsammlung im Palazzo Maffei an der Piazza delle Erbe. Der Innenraum der Arena dagegen ist offen und bei Gewitter geschlossen.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Verona – Arena & Casa di Giulietta von der Römerarena bis zum Castelvecchio

Die Arena di Verona und die Casa di Giulietta füllen sich schon am Vormittag – Tickets vorab buchen, besonders zur Opernsaison. Vieles liegt fußläufig im Zentrum beieinander.

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Hotels in Verona – nahe Arena & Piazza delle Erbe fußläufig zur Altstadt, mit Blick auf alte Türme

Wer mittendrin sein will, wohnt im Centro Storico rund um Piazza delle Erbe. Ruhiger und bürgerlich ist Borgo Trento jenseits der Etsch, charaktervoll-studentisch Veronetta.

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Restaurants in Verona – Amarone, Risotto & Osterien venezianische Küche zwischen Etsch und Marktplatz

Veroneser Küche heißt Pastissada de Caval, Risotto all'Amarone und Bigoli – am ehrlichsten in den Osterien abseits der Arena, etwa rund um San Zeno und in Veronetta.

Erleben

Aktivitäten & Touren in Verona – Oper & Etsch Opernabend in der Arena, Stadtbummel am Fluss

Opernabend in der Arena, Bootstour auf der Etsch oder ein Weintag in den Valpolicella-Hügeln vor der Stadt: Verona lässt sich an einem Tag erlaufen und über Tage vertiefen.

VeronaKurz vor Vorstellungsbeginn gehen auf den römischen Steinstufen der Arena tausende Kerzen an, während sich die Altstadt dahinter in einer engen Schleife der Etsch zusammendrängt.

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