Das kleine, fast quadratische Hafenbecken im Zentrum der Altstadt ist das Sehnsuchtsmotiv von Lazise. Holzboote schaukeln vor pastellfarbenen Fassaden, Cafés und Fischrestaurants reihen sich rund um das Wasser, und an der Stirnseite erhebt sich die Dogana Veneta. Diese Verdichtung von Hafen, Geschichte und Gastronomie auf engstem Raum macht den Porto Vecchio zum Mittelpunkt eines jeden Besuchs. Die Dogana Veneta selbst ist ein wuchtiger Bau mit bewegter Geschichte. Sie diente einst als Teil des skaligerischen Arsenals, in dem Schiffe gebaut und ausgerüstet wurden, und später als Zollhaus der Republik Venedig, die hier den Warenverkehr über den See kontrollierte. Der Name – Dogana Veneta, das venezianische Zollhaus – erinnert an diese Zeit, als Lazise ein wichtiger Umschlagplatz war. Heute wird das Gebäude für Veranstaltungen, Ausstellungen und Feste genutzt. Für Besucher ist der Hafen vor allem ein Ort zum Verweilen. Man bummelt um das Becken, schaut den Booten zu, trinkt einen Espresso oder isst Fisch mit Blick aufs Wasser. Der frei zugängliche Platz kostet nichts und ist zu jeder Tageszeit reizvoll – am stimmungsvollsten jedoch im frühen Morgenlicht, wenn der Hafen ruhig liegt, und zur blauen Stunde, wenn sich die Lichter im Wasser spiegeln. Der Porto Vecchio bildet zusammen mit der benachbarten Kirche San Nicolò und dem nahen Castello Scaligero das historische Herz von Lazise. Wer die Altstadt erkundet, kommt hier zwangsläufig vorbei und sollte sich Zeit nehmen: Das geschlossene Ensemble aus Hafenbecken, Zollhaus, Kirche und Mauerring gehört zu den harmonischsten Ortsbildern am gesamten Gardasee.
Frühes Morgenlicht für ruhige Spiegelungen der Boote im Becken





























