Der Markusdom, italienisch Basilica di San Marco, steht am Ostende des Markusplatzes und ist die bedeutendste Kirche Venedigs. Über Jahrhunderte war er die Kirche des Dogen und damit eng mit dem Staat der Republik verbunden, was ihm einen besonderen Rang gab. Erst nach dem Ende der Republik wurde er zur Kathedrale der Stadt. Seine Geschichte reicht zurück bis zur Überführung der Reliquien des Evangelisten Markus, der seither Schutzpatron Venedigs ist. Architektonisch fällt der Markusdom durch seinen byzantinischen Charakter auf, der ihn von den meisten westlichen Kirchen unterscheidet. Der Grundriss folgt einem griechischen Kreuz, über dem sich fünf Kuppeln erheben. Die Fassade ist mit Säulen, Mosaiken und Beutestücken aus verschiedenen Epochen reich geschmückt, darunter die vier vergoldeten Bronzepferde über dem Hauptportal, deren Originale im Inneren bewahrt werden. Diese Vielfalt spiegelt die Rolle Venedigs als Drehscheibe zwischen Ost und West wider. Das Innere ist mit goldgrundigen Mosaiken überzogen, die sich über die Kuppeln, Wände und Gewölbe ziehen und biblische Szenen erzählen. Im Licht beginnen die Goldflächen zu schimmern, was dem Raum seine charakteristische Wirkung gibt. Zu den kostbarsten Werken zählt die Pala d'Oro, ein mit Gold, Email und Edelsteinen besetztes Altarretabel hinter dem Hochaltar. Der Eintritt in den Hauptraum der Basilika ist kostenlos, für Zusatzbereiche wie die Pala d'Oro, das Museum und die Loggia mit der Terrasse über dem Hauptportal wird jedoch Eintritt verlangt. Von der Loggia und der Terrasse reicht der Blick über den Markusplatz. In der Hauptsaison ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen, weshalb sich ein Zeitfenster-Ticket lohnt. Zu beachten ist die Kleiderordnung mit bedeckten Schultern und Knien sowie das Verbot grosser Taschen im Inneren. Der Besuch lässt sich gut mit dem benachbarten Dogenpalast und einem Rundgang über den Markusplatz verbinden.
Die reich geschmückte Fassade vom Markusplatz aus aufnehmen.
