Nordwestlich von Volterra reißt die Landschaft buchstäblich ab: Die Balze sind gewaltige Erosionsschluchten aus Sand und Ton, deren Abbruchkanten seit Jahrhunderten unaufhaltsam weiterwandern. Sie gehören zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen der Toskana und stehen in starkem Kontrast zur sonst so sanft gewellten Hügellandschaft der Region – hier zeigt sich die Erde von ihrer rauen, vergänglichen Seite. Die Balze sind nicht nur ein Naturschauspiel, sondern auch ein Stück verschlungener Geschichte. Über die Jahrhunderte haben die fortschreitenden Erosionswände etruskische Nekropolen, frühchristliche Kirchen und Teile der mittelalterlichen Camaldolenser-Abtei verschluckt. Deren Ruine balanciert bis heute am Rand des Abgrunds und macht die langsame, aber stetige Zerstörungskraft der Landschaft auf eindringliche Weise sichtbar – ein Ort, der zugleich faszinierend und mahnend wirkt. Am eindrucksvollsten sind die Balze im tiefen Abendlicht, wenn die hellen Sand- und Tonwände aufglühen und die Schluchten in warme Farben tauchen. Gute Blickpunkte liegen an der Kirche San Giusto Nuovo und entlang der Straße in Richtung Pisa. Der Besuch ist kostenlos und frei zugänglich. Allerdings ist Vorsicht geboten: Der Untergrund ist brüchig, und den Abbruchkanten sollte man sich keinesfalls zu nahe nähern. Wer die Balze zu Fuß erkunden möchte, erreicht sie auf einem leichten Spaziergang vom Stadtrand aus – ein lohnender Kontrast zum kulturellen Programm der Altstadt.
Zu sehen sind gewaltige Erosionsschluchten aus Sand und Ton, deren Abbruchkanten seit Jahrhunderten weiterwandern. Die Landschaft hat etruskische Nekropolen, frühchristliche Kirchen und Teile der mittelalterlichen Camaldolenser-Abtei verschluckt, deren Ruine bis heute am Rand des Abgrunds balanciert. Die Balze sind frei zugänglich und kostenlos. Vorsicht ist geboten, da der Untergrund brüchig ist; den Abbruchkanten sollte man sich nicht nähern. Gute Blickpunkte liegen an der Kirche San Giusto Nuovo.
Die Balze entstehen durch fortlaufende Erosion der weichen Sand- und Tonschichten, die das Plateau von Volterra umgeben. Über die Jahrhunderte hat dieser Prozess Teile der antiken und mittelalterlichen Stadt verschlungen: etruskische Nekropolen, frühchristliche Kirchen und Teile der Camaldolenser-Abtei. Die am Abgrund verbliebene Ruine der Abtei steht sinnbildlich für das langsame Fortschreiten der Erosion, das bis heute andauert.
