Das Teatro Romano di Volterra entstand Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. unter Kaiser Augustus und wurde von der einflussreichen Volterraner Familie der Caecina gestiftet – ein Zeugnis dafür, wie stark die Stadt damals in das römische Reich eingebunden war. Über Jahrhunderte geriet die Anlage in Vergessenheit: Bis in die 1950er-Jahre lag sie unter Schutt und Erde begraben, ehe der Lokalhistoriker Enrico Fiumi die Ausgrabung anstieß und das Theater wieder ans Licht holte. Heute gehört es zu den am besten erhaltenen römischen Theatern der Toskana. Teile der zweigeschossigen Bühnenwand, der scaenae frons, stehen wieder aufrecht, und die in den Hang gebauten Sitzreihen der cavea sind gut erhalten – man erkennt unmittelbar, wie das antike Publikum hier Platz nahm. Eine Besonderheit ergibt sich aus der späteren Geschichte des Geländes: In der Spätantike wurden über Teilen der Anlage Thermen errichtet, deren Reste den Rundgang ergänzen und zeigen, wie ein Ort über die Jahrhunderte umgenutzt wurde. Für den Besuch der Anlage selbst ist ein Ticket erforderlich. Wer nur den Anblick sucht, hat allerdings einen Glücksfall: Den schönsten Gesamtblick auf das Theater gibt es kostenlos von der Stadtmauer an der Via Lungo le Mura del Mandorlo, von wo aus sich die gesamte Struktur mit Bühne, Rängen und Thermen überschauen lässt. Damit ist das Teatro Romano sowohl für Geschichtsinteressierte, die sich auf das Gelände begeben, als auch für Spaziergänger ein lohnender Programmpunkt. Es ergänzt das etruskische Erbe der Stadt – etwa im Guarnacci-Museum – um die römische Schicht ihrer langen Geschichte.
Zu sehen ist eines der am besten erhaltenen römischen Theater der Toskana: aufgerichtete Teile der zweigeschossigen Bühnenwand und die in den Hang gebauten Sitzreihen der cavea. Über Teilen des Geländes liegen spätantike Thermenreste, die den Rundgang ergänzen. Für das Betreten der Anlage ist ein Ticket erforderlich; alternativ bietet die Stadtmauer an der Via Lungo le Mura del Mandorlo einen kostenlosen Gesamtblick auf das gesamte Theater.
Das Theater wurde Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. unter Augustus errichtet und von der Volterraner Familie der Caecina gestiftet, einem der einflussreichsten Geschlechter der römischen Stadt. Über die Jahrhunderte verfiel und versank die Anlage unter Schutt und Erde. In der Spätantike entstanden über Teilen des Geländes Thermen. Erst in den 1950er-Jahren wurde das Theater auf Betreiben des Lokalhistorikers Enrico Fiumi wieder ausgegraben und teilweise rekonstruiert.
