Volterra ist die Alabasterstadt Italiens. Seit etruskischer Zeit wird das durchscheinende Gestein aus den umliegenden Hügeln hier verarbeitet – einst zu kunstvollen Aschenurnen, wie sie im Guarnacci-Museum zu sehen sind, heute zu Schalen, Lampen, Vasen und Skulpturen. Diese ununterbrochene Tradition über mehr als zwei Jahrtausende macht den Werkstattbesuch zu weit mehr als einem Souvenirkauf: Er ist ein lebendiges Stück Kulturgeschichte, das man mit eigenen Augen erleben kann. In den verbliebenen Werkstätten der Altstadt – besonders entlang der Via Porta all'Arco, die von der etruskischen Pforte zur Piazza dei Priori hinaufführt – lässt sich den Kunsthandwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Mit Raspel, Feile und Schleifgerät formen sie aus rohen Blöcken die typischen durchscheinenden Objekte, deren milchige Transparenz erst im Gegenlicht ihre ganze Schönheit entfaltet. Manche Ateliers bieten Vorführungen an oder geben in kleinen Kursen Gelegenheit, selbst ein Stück zu bearbeiten – ein eindrückliches Erlebnis, das die Geduld und Präzision dieses Handwerks vermittelt. Wer kaufen möchte, achtet auf den Hinweis „lavorazione propria“, der für eigene Fertigung in der Werkstatt steht und echtes lokales Kunsthandwerk von importierter Massenware unterscheidet. Den historischen Rahmen liefert der Alabaster-Bereich der städtischen Museen, der die Geschichte der Verarbeitung dokumentiert. Der Werkstattbesuch eignet sich für alle, die Volterra über die Sehenswürdigkeiten hinaus verstehen möchten, sich für Kunsthandwerk interessieren oder ein authentisches, vor Ort gefertigtes Andenken suchen.
Der Besuch führt in die verbliebenen Alabasterwerkstätten der Altstadt, besonders entlang der Via Porta all'Arco. Dort schauen Besucher den Kunsthandwerkern zu, wie sie mit Raspel, Feile und Schleifgerät aus rohen Blöcken durchscheinende Schalen, Lampen und Skulpturen formen, deren milchige Transparenz erst im Gegenlicht voll zur Geltung kommt. Manche Ateliers bieten Vorführungen oder kleine Kurse, in denen man selbst ein Stück bearbeiten kann. Den historischen Rahmen liefert der Alabaster-Bereich der städtischen Museen, der die jahrtausendealte Tradition dokumentiert.
