Die Wanderung zu den Balze ist der schönste Weg, das eindrucksvollste Naturphänomen rund um Volterra zu Fuß zu erleben. Vom Stadttor Porta San Francesco führt der Weg durch die Borghi Santo Stefano und San Giusto, zwei stille Vorstadtviertel mit gewachsenem Charakter, vorbei an der Kirche San Giusto Nuovo, hinaus zu den Aussichtspunkten über den Balze. Schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis: Man verlässt die belebte Altstadt und taucht in die ruhigere Randzone der Stadt ein, bevor sich die Landschaft öffnet. Die Strecke ist leicht und in gut einer halben Stunde pro Richtung zu bewältigen, sodass sie sich auch für ungeübte Wanderer und als Nachmittagsausflug eignet. Ihre volle Wirkung entfaltet sie am späten Nachmittag: Dann lässt das tiefer stehende Licht die hellen Erosionswände aufglühen, und die gewaltigen Schluchten aus Sand und Ton, die über Jahrhunderte etruskische Nekropolen und Teile einer mittelalterlichen Abtei verschluckt haben, zeigen sich von ihrer eindrucksvollsten Seite. Festes Schuhwerk genügt für die Tour, besondere Ausrüstung ist nicht nötig. Vorsicht ist allerdings an den Abbruchkanten geboten: Der Untergrund ist brüchig, und die Kanten wandern weiter, weshalb man ihnen nicht zu nahe kommen sollte. Wer noch nicht genug hat, kann die Tour auf Feldwegen ins offene Hügelland in Richtung der Pisaner Straße verlängern. Die Wanderung eignet sich für Reisende, die das kulturelle Programm der Altstadt um ein Naturerlebnis ergänzen möchten und einen leichten, lohnenden Spaziergang mit weitem Blick suchen.
festes Schuhwerk





























