Die Chiesa di San Michele in Foro steht buchstäblich auf dem Forum: An der Stelle, an der sich in der Römerzeit die beiden Hauptstraßen der Stadt kreuzten, erhebt sich seit dem Mittelalter eine der eindrucksvollsten Kirchen der Toskana. Der Namenszusatz „in Foro" verweist bis heute auf diese antike Lage im Zentrum des römischen Lucca. Das Herzstück ist die Fassade. Vier Geschosse aus Arkaden türmen sich übereinander, getragen von Säulchen, die gedreht, eingelegt und skulptiert sind – und kein Exemplar gleicht dem anderen. Diese Vielfalt, ein Markenzeichen der lucchesischen Romanik, macht die Fassade zu einem Schaustück aus Stein, das man minutenlang betrachten kann. Ganz oben, weithin sichtbar über die Dächer der Altstadt, wacht die monumentale Statue des Erzengels Michael mit ausgebreiteten Flügeln. Auch das Innere lohnt den Eintritt: Hier finden sich eine glasierte Terrakotta aus der Werkstatt der della Robbia und eine Tafel von Filippino Lippi, die vier Heilige zeigt – Werke, die die Bedeutung der Kirche über die Architektur hinaus unterstreichen. Der Platz vor San Michele, die Piazza San Michele, gilt als Luccas Wohnzimmer: Tagsüber Treffpunkt und Marktplatz, abends voller Leben, gesäumt von Cafés und der traditionsreichen Pasticceria Taddeucci. Der Zutritt zur Kirche ist frei. Wer durch die Altstadt streift, kommt fast zwangsläufig hierher – San Michele ist einer der Orte, an denen sich die Schichten Luccas, von der Antike bis zur Renaissance, auf engstem Raum bündeln.
Eine romanische Kirche auf dem antiken Forum mit einer der spektakulärsten Fassaden der Toskana: vier Arkadengeschosse aus vielfältig gestalteten Marmorsäulchen, gekrönt von der Statue des Erzengels Michael. Im Inneren erwarten Besucher eine della-Robbia-Terrakotta und eine Tafel von Filippino Lippi. Der Platz davor ist ein lebhafter Treffpunkt mit Cafés. Der Zutritt zur Kirche ist frei.
San Michele in Foro steht auf dem Forum des römischen Lucca, am Kreuzungspunkt der antiken Hauptstraßen. Die heutige Kirche entstand im Mittelalter; ihre vielgeschossige Marmorfassade mit den unterschiedlich gestalteten Säulchen ist ein Hauptwerk der lucchesischen Romanik. Über die Jahrhunderte kamen Kunstwerke wie die della-Robbia-Terrakotta und Filippino Lippis Heiligentafel hinzu.
