Luccas Stadtmauer ist eine der am besten erhaltenen Renaissance-Befestigungen Europas – und zugleich der schönste Stadtpark der Toskana. Im 16. und 17. Jahrhundert errichtet, um die kleine, unabhängige Republik Lucca gegen ihre Nachbarn zu schützen, wurde der Ring nie ernsthaft belagert. So überstanden die mächtigen Wälle die Jahrhunderte nahezu unversehrt, während andernorts Stadtmauern geschleift wurden, sobald sie ihren militärischen Zweck verloren. Den Wandel vom Bollwerk zur Promenade verdankt Lucca dem 19. Jahrhundert: Unter Maria Luisa von Bourbon wurde der 4,2 Kilometer lange Ring in eine baumbestandene Allee verwandelt, mit Platanen, Steineichen und Wegen, die einmal um die gesamte Altstadt führen. Heute ist die Mauer öffentlicher Raum und ständig belebt – Lucchesen wie Besucher spazieren, joggen und radeln über die elf Bastionen, die wie kleine Plätze in den Ring eingelassen sind und mit Bänken zum Verweilen einladen. Von oben öffnen sich Blicke in beide Richtungen: nach innen auf die Dächer, Türme und Kirchen der Altstadt, nach außen über die umliegende Ebene bis zu den Apuanischen Alpen. Der Einstieg ist überall entlang des Rings frei und kostenlos, an mehreren Stellen führen Rampen und Treppen hinauf. Die komplette Runde dauert zu Fuß gut eine Stunde, mit dem Rad rund 20 Minuten. Kein anderer Ort führt das Wesen Luccas so deutlich vor Augen: eine in sich geschlossene Stadt, die ihre Verteidigung in einen Park verwandelt hat.
Ein 4,2 Kilometer langer, baumbestandener Wallring, der einmal um die gesamte Altstadt führt. Auf der breiten Promenade spazieren, joggen und radeln Einheimische wie Besucher; elf Bastionen sind wie kleine Plätze in den Ring eingelassen und laden mit Bänken zur Pause ein. Von oben blickt man nach innen auf Dächer und Türme, nach außen über die Ebene bis zu den Apuanischen Alpen. Der Zugang ist überall frei.
Die Mauer wurde im 16. und 17. Jahrhundert errichtet, um die unabhängige Republik Lucca zu verteidigen. Da sie nie ernsthaft belagert wurde, blieb sie nahezu unversehrt erhalten. Im 19. Jahrhundert ließ Maria Luisa von Bourbon den Ring mit Bäumen bepflanzen und in eine Promenade verwandeln – aus dem Bollwerk wurde der Stadtpark, der die Altstadt bis heute umschließt.
