Die Villa Rufolo gehört zu den ältesten und meistbesuchten Bauten Ravellos. Errichtet im 13. Jahrhundert, war sie Sitz der Familie Rufolo, einer der reichsten Kaufmannsdynastien des mittelalterlichen Süditaliens – ihr Reichtum und ihre Geschichten fanden sogar Eingang in Boccaccios „Decameron“. Schon der Eingang macht den Besuch zum Erlebnis: Durch den hohen Turm an der Piazza Duomo betritt man einen Komplex, in dem sich normannische, arabische und sizilianisch-maurische Einflüsse mischen. Herzstück ist der Kreuzgang mit seinen filigranen, ineinander verschlungenen Bögen, der an die Klosterhöfe Siziliens erinnert. Von dort führen die Wege durch terrassenförmig angelegte Gärten, die im Frühjahr und Sommer in voller Blüte stehen. Am unteren Rand öffnet sich das berühmte Belvedere: eine Aussichtsterrasse, von der der Blick über die steil abfallende Küste hinaus auf das Tyrrhenische Meer und die Buchten von Minori und Maiori reicht. Mit der charakteristischen Schirmpinie im Vordergrund ist dies eines der am häufigsten fotografierten Motive der gesamten Amalfiküste. Die Villa hat eine besondere Verbindung zur Musik. Richard Wagner besuchte sie 1880 und erkannte in den Gärten die Kulisse für Klingsors Zaubergarten im „Parsifal“ – ein Eindruck, der bis heute gepflegt wird. Aus dieser Inspiration entstand das Ravello Festival, dessen Konzerte im Sommer auf einer Bühne stattfinden, die frei über dem Belvedere ins Leere zu schweben scheint. Bei einem Abendkonzert mit Orchester über dem dunklen Meer wird die Verbindung von Architektur, Landschaft und Klang unmittelbar erfahrbar. Für den Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen. Die Villa liegt direkt an der zentralen Piazza Duomo und ist damit leicht zu Fuß erreichbar. Wer früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommt, entgeht den größten Besuchergruppen und erlebt die Gärten in ruhigerem Licht.
Der Rundgang beginnt am hohen Eingangsturm an der Piazza Duomo und führt durch den maurisch inspirierten Kreuzgang mit seinen verschlungenen Bögen. Über terrassierte Gärten gelangt man zum Belvedere, der berühmten Aussichtsterrasse mit Blick über Minori, Maiori und das Tyrrhenische Meer. Im Sommer steht hier die Bühne des Ravello Festivals. Ein vollständiger Besuch dauert rund eine Stunde.
Die Villa wurde im 13. Jahrhundert von der Kaufmannsfamilie Rufolo errichtet, einer der wohlhabendsten Dynastien des mittelalterlichen Süditaliens, die Boccaccio im Decameron verewigte. Architektonisch verbindet der Bau normannische und arabisch-sizilianische Einflüsse. 1880 besuchte Richard Wagner die Gärten und fand hier die Vorlage für Klingsors Zaubergarten im Parsifal – Ursprung der bis heute gepflegten Musiktradition Ravellos.
