Der Duomo von Ravello, geweiht dem heiligen Pantaleone, bildet das geistliche und räumliche Zentrum des Ortes. Gegründet wurde er 1086, in der Blütezeit Ravellos als wohlhabende Handelsstadt. Von außen wirkt der Bau heute schlicht und zurückhaltend; das Innere jedoch birgt zwei Meisterwerke des süditalienischen Mittelalters, die den Besuch lohnen. Das erste ist die große Bronzetür, die Barisano da Trani 1179 schuf. In zahlreichen Feldern erzählt sie biblische Szenen und Heiligenlegenden – ein seltenes Zeugnis der mittelalterlichen Bronzegusskunst, das die enge Verbindung Ravellos zu den Handelsrouten des Mittelmeers spiegelt. Das zweite ist die Mosaik-Kanzel aus dem Jahr 1272, ein Höhepunkt der Cosmaten- und Mosaikkunst: Auf gedrehten, mit goldglänzenden Steinchen besetzten Säulen ruht sie über sechs steinernen Löwen, während fein gearbeitete Mosaikbänder Pfauen und Rankenwerk zeigen. Eine besondere Rolle spielt die Reliquie des Blutes des heiligen Pantaleone, die in einer Seitenkapelle aufbewahrt wird und an die der Patron jedes Jahr im Sommer mit einem Fest erinnert wird. Wer die Werke und das angeschlossene Dommuseum genauer betrachten möchte, sollte etwas Zeit mitbringen; ein erster Eindruck der Architektur und der Kanzel gelingt aber bereits in wenigen Minuten. Der Dom steht direkt an der Piazza Duomo, dem belebten Mittelpunkt Ravellos, von dem die Wege zur Villa Rufolo und in die Gassen des Ortes abgehen. Sein helles, maßvoll gegliedertes Inneres bildet einen ruhigen Gegenpol zum Treiben auf dem Platz davor – ein guter Ausgangspunkt, um den historischen Kern Ravellos zu erkunden.
Hinter der schlichten Fassade erwartet die Besucher ein helles, klar gegliedertes Kirchenschiff mit zwei mittelalterlichen Meisterwerken: der reich gearbeiteten Bronzetür von 1179 und der Mosaik-Kanzel von 1272 auf gedrehten Säulen über steinernen Löwen. In einer Seitenkapelle befindet sich die Blutreliquie des heiligen Pantaleone. Ein angeschlossenes Dommuseum zeigt weitere Werke.
Der Dom wurde 1086 gegründet, als Ravello eine wohlhabende Handelsstadt war. 1179 schuf Barisano da Trani die Bronzetür, 1272 entstand die Mosaik-Kanzel als Höhepunkt mittelalterlicher Mosaikkunst. Der Bau ist dem heiligen Pantaleone geweiht, dessen Blutreliquie hier verwahrt und alljährlich gefeiert wird.
