Auf dem höchsten Punkt der Altstadt-Insel erhebt sich die Konkathedrale Sant'Agata, ein Hauptwerk des salentinischen Barocks aus dem 17. Jahrhundert. Wer durch die Gassen des Borgo Antico aufsteigt, steht plötzlich vor der reich durchgearbeiteten Fassade aus lokalem Kalkstein – jenem warmen, leicht zu bearbeitenden Stein, der den Bildhauern des Salento ihre überbordende Formensprache erst ermöglichte. Das Innere überrascht als regelrechte Pinakothek: Großformatige Gemälde neapolitanischer und lokaler Meister bedecken Wände und Decken. Die Kathedrale ist damit nicht nur Gotteshaus, sondern auch eine der wichtigsten Bildersammlungen der Stadt. Die Heilige Agatha, der die Kirche geweiht ist, gilt als Schutzpatronin Gallipolis; ihr Bildprogramm zieht sich durch die Ausstattung. Finanziert wurde die Pracht nicht zuletzt vom Reichtum des Ölhandels – wie so vieles im alten Gallipoli. In den unterirdischen Frantoi ipogei wurde Lampenöl gepresst und bis nach Paris und London verschifft; der Wohlstand, der daraus erwuchs, floss in Kirchen, Palazzi und Bildausstattung. Die Kathedrale ist insofern auch ein steinernes Zeugnis der wirtschaftlichen Blüte der Stadt. Der Eintritt ist frei; die Kirche ist als aktiver Sakralbau zu respektieren, also auf angemessene Kleidung und Ruhe während der Gottesdienste zu achten. Die Cattedrale di Sant'Agata bildet den natürlichen Höhepunkt eines Altstadt-Rundgangs: von hier oben überblickt man die Dächer des Borgo Antico, bevor man wieder zu den Gassen, Kirchen und dem Mauerring hinabsteigt.
Eine Barockkathedrale mit fein durchgearbeiteter Kalksteinfassade, deren Inneres als regelrechte Pinakothek überrascht: großformatige Gemälde neapolitanischer und lokaler Meister bedecken Wände und Decken. Als aktiver Sakralbau verlangt die Kirche angemessene Kleidung und Ruhe. Von ihrer Lage auf dem höchsten Punkt der Insel überblickt man die Dächer des Borgo Antico.
Die Konkathedrale entstand im 17. Jahrhundert als Hauptwerk des salentinischen Barocks und ist der Heiligen Agatha, der Schutzpatronin Gallipolis, geweiht. Finanziert wurde die Pracht nicht zuletzt vom Reichtum des Ölhandels: In den unterirdischen Frantoi ipogei wurde Lampenöl gepresst und bis nach Paris und London verschifft. Der daraus erwachsene Wohlstand floss in Kirchen, Palazzi und die umfangreiche Bildausstattung der Stadt.
