Die Spiaggia Grande ist der Hauptstrand Positanos – und mehr als das. Sie ist weniger stiller Badeplatz als die Bühne des gesamten Ortes, jener Punkt, an dem das Leben des Dorfes zusammenläuft. Der Strand besteht aus dunklem Sand und Kies, und hinter ihm steigt die berühmteste Kulisse der Amalfiküste auf: die Häuserwand Positanos, die sich in pastellfarbenen Stufen den Hang hinaufzieht. Die Spiaggia Grande ist auch das maritime Tor des Ortes. Von hier legen die Fähren nach Capri, Amalfi und Salerno ab, sodass der Strand zugleich Verkehrsknoten ist – ein ständiges Kommen und Gehen von Booten gehört zum Bild. Entlang der Uferlinie reihen sich die Sonnenschirme der Lidos, der bewirtschafteten Strandabschnitte, während am freien Abschnitt nahe dem Anleger Frühaufsteher ihre Tücher ausbreiten, um sich einen Platz ohne Gebühr zu sichern. Für Schwimmer hat der Strand eine eigene Charakteristik: Das Wasser wird schnell tief, was kräftige Schwimmer freut, bei Familien mit kleinen Kindern aber Aufmerksamkeit verlangt. Die Buchten links und rechts laden zum Erkunden ein – Schwimmer und Kajakfahrer ziehen hinaus, um die Felsküste und die versteckten Winkel jenseits des Hauptstrands zu entdecken. Ihren vielleicht schönsten Auftritt hat die Spiaggia Grande am Abend. Wenn die Lidos schließen, gehört der Strand den Spaziergängern, und über ihnen beginnt die Häuserwand zu leuchten – Fenster für Fenster, bis das ganze Dorf wie ein beleuchtetes Amphitheater über dem Wasser steht. Dieser Moment, wenn der Trubel des Tages dem warmen Licht der Fassaden weicht, fasst zusammen, warum die Spiaggia Grande das Herz Positanos ist.
Ein lebendiger Hauptstrand aus dunklem Sand und Kies vor der gestaffelten Häuserwand Positanos. Erwartet euch ein Mix aus bewirtschafteten Lidos mit Sonnenschirmen und einem freien Abschnitt nahe dem Anleger. Vom Strand legen Fähren nach Capri, Amalfi und Salerno ab, sodass stets Boote ein- und auslaufen. Das Wasser wird schnell tief; die Nachbarbuchten lassen sich schwimmend oder per Kajak erkunden.
Positano war über Jahrhunderte ein Fischer- und Seefahrerdorf, und die Spiaggia Grande war sein natürlicher Anlandeplatz. Hier liefen Fischer- und Handelsboote ein, hier lag der Kontakt zur See, die für den Ort Lebensader und Bedrohung zugleich war. Mit dem Aufstieg Positanos zum Reiseziel der Nachkriegszeit wandelte sich der Arbeitsstrand zur Bühne des Tourismus, an der heute Fähren und Badegäste das Bild bestimmen.
