Die Torre Trasita ist einer der mittelalterlichen Wachtürme Positanos und gehört zu den wiedererkennbarsten Bauwerken der Küstenlinie. Errichtet wurde sie zum Schutz vor den Überfällen sarazenischer Korsaren, die die Amalfiküste über Jahrhunderte heimsuchten. Türme wie dieser bildeten ein zusammenhängendes Frühwarnsystem: Von einem Turm zum nächsten konnten Feuer- oder Rauchsignale eine drohende Gefahr weitergeben, sodass sich die Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen ließen. Ihren besonderen Reiz verdankt die Torre Trasita ihrer Lage. Sie steht auf einem Felssporn direkt über dem Wasser, an der Schwelle zwischen dem Hauptstrand und der Bucht von Fornillo. Wer dem Küstenpfad über die Via Positanesi d'America in Richtung Fornillo folgt, kommt unweigerlich an ihr vorbei – der Turm begleitet diesen Spaziergang und markiert einen der schönsten Aussichtspunkte des Weges, mit Blick zurück auf die Häuserwand des Ortes und hinaus aufs offene Meer. Heute ist die Torre Trasita in Privatbesitz und wird zeitweise als Feriendomizil genutzt. Eine Besichtigung im Inneren ist daher nicht möglich – man kann den Turm nur von außen betrachten. Das schmälert seine Bedeutung für das Bild Positanos jedoch nicht: Kaum ein Postkartenmotiv des Ortes kommt ohne ihn aus, und seine markante Silhouette über dem Wasser gehört fest zum Erscheinungsbild der Küste. Für Besucher ist die Torre Trasita kein Ziel, das man betritt, sondern eines, das man auf einem Spaziergang erlebt. Sie verbindet die maritime Geschichte der Region – die ständige Bedrohung durch Seeräuber – mit einem der lohnendsten Fotomotive Positanos und ist damit ein selbstverständlicher Halt auf dem Weg zwischen den beiden Stränden des Ortes.
Vom Küstenpfad mit dem Meer im Hintergrund fotografieren





























