Das MAR Positano – die Villa Romana – ist die jüngste Sehenswürdigkeit des Ortes und zugleich seine älteste Schicht. Sie liegt unter der Pfarrkirche Santa Maria Assunta, also unter dem religiösen Zentrum des heutigen Dorfes. Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus – jener Katastrophe, die Pompeji und Herculaneum unter sich begrub – wurde hier eine luxuriöse römische Küstenvilla von Asche- und Schlammmassen verschüttet und über Jahrhunderte konserviert. Bei Grabungen wurden Teile des Speisesaals freigelegt, und das Ergebnis ist außergewöhnlich: Die Fresken haben sich farbintensiv und in bemerkenswert gutem Zustand erhalten. Zu sehen sind Seewesen, Fabeltiere und Architekturmalerei – Motive, die das Repertoire der römischen Wanddekoration zeigen und in ihrer Lebendigkeit an die berühmten Funde der Vesuvstädte erinnern. Dass solche Malereien gerade unter Positano erhalten geblieben sind, macht den Ort zu einem unerwarteten Zeugnis der römischen Antike an der Amalfiküste. Der Rundgang führt über Stege durch die Ebenen der Krypta, sodass die Besucher die freigelegten Bereiche betrachten können, ohne die empfindlichen Strukturen zu betreten. Diese Wegführung schützt die Fresken und gibt zugleich einen Eindruck von der ursprünglichen Raumtiefe der Villa, die tief unter dem heutigen Straßenniveau liegt. Ein Besuch ist nur mit Ticket und in kleinen Gruppen mit fester Einlasszeit möglich – eine Maßnahme zum Schutz der empfindlichen Ausgrabung. Der Rundgang dauert etwa eine halbe Stunde und lässt sich gut mit dem Besuch der darüberliegenden Pfarrkirche verbinden. So erlebt man an einem einzigen Ort zwei Epochen Positanos: die antike römische Villa unten und die byzantinisch geprägte Marienkirche darüber. Das MAR macht damit die tiefe Geschichte des Dorfes greifbar, die hinter seiner postkartenhaften Oberfläche liegt.
Eine unterirdische archäologische Stätte unter der Pfarrkirche: eine römische Küstenvilla, die 79 n. Chr. vom Vesuv verschüttet wurde. Erwartet farbintensive Fresken mit Seewesen, Fabeltieren und Architekturmalerei, die ihr auf einem Rundgang über Stege durch die Ebenen der Krypta betrachtet. Der Besuch ist nur mit Ticket und in kleinen Gruppen mit fester Einlasszeit möglich und dauert rund eine halbe Stunde.
Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus wurde die römische Küstenvilla unter Asche und Schlamm begraben und so über Jahrhunderte konserviert. Erst moderne Grabungen legten Teile des Speisesaals mit seinen Fresken frei. Über der antiken Villa entstand später die Pfarrkirche Santa Maria Assunta, sodass sich an diesem Ort römische Antike und christliches Zentrum überlagern.
