Auf der Steilküste südlich von Otranto steht die Torre del Serpe – eine Turmruine, deren aufgerissene Silhouette zu den bekanntesten Bildmotiven der ganzen Region gehört. Der Turm hat keine Tür, keinen Eintritt und keine Infrastruktur; er steht einfach frei am Rand der Felsen, das Meer im Rücken, und genau diese Kargheit macht seinen Reiz aus. Einst diente der Turm als Leuchtfeuer an der Route nach Osten und gehörte zu der Kette von Wach- und Signaltürmen, die die apulische Küste gegen Überfälle von See sichern sollten. Sein Name verweist auf eine alte Legende: Nachts soll eine Schlange den Turm hinaufgekrochen sein, um das Öl aus der Lampe des Leuchtfeuers zu trinken und so das rettende Licht zu löschen. Turm und Schlange haben diese Geschichte überdauert – beide zieren bis heute das Stadtwappen von Otranto. Der Weg zur Torre del Serpe ist kurz. Wer von Otranto aus dem Küstenpfad Richtung Punta Palascìa folgt, erreicht den Turm nach wenigen Minuten; er liegt genau auf der Strecke zum Leuchtturm am östlichsten Punkt Italiens. Auch mit dem Auto ist der Abstecher schnell gemacht. Am eindrucksvollsten ist die Ruine zum Sonnenaufgang, wenn sie als dunkle Silhouette frei vor dem Licht über der Meerenge steht und die Adria sich rosa und golden färbt. Der Zugang ist jederzeit frei. Da es keinerlei Absicherung gibt und der Turm direkt an der Steilküste steht, ist Vorsicht am Klippenrand geboten – vor allem bei Wind und an der ungesicherten Kante. Festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit auf dem Küstenpfad sind empfehlenswert.
Eine frei stehende, halb verfallene Turmruine direkt auf der Steilküste, ohne Tür, Eintritt oder Infrastruktur. Geboten wird kein begehbares Bauwerk, sondern ein eindrucksvolles Landschaftsmotiv: der markante Turm vor dem offenen Meer der Adria. Der Ort eignet sich für einen kurzen Stopp auf dem Küstenpfad und für Fotografie, verlangt aber Vorsicht am ungesicherten Klippenrand.
Der Turm gehörte zur Kette von Wach- und Signaltürmen, die die apulische Küste gegen Angriffe von See schützen sollten, und diente als Leuchtfeuer an der Route nach Osten. Die Legende von der Schlange, die das Öl der Lampe trank, machte ihn zum Wahrzeichen: Turm und Schlange wurden ins Stadtwappen von Otranto aufgenommen, wo sie bis heute zu sehen sind.
