Ein geführter Altstadt-Rundgang ist eine der besten Arten, Otranto zu verstehen. In rund zwei Stunden erschließt sich die lange, oft dramatische Geschichte der Stadt – verbunden zu einem roten Faden, der die einzelnen Sehenswürdigkeiten miteinander verknüpft, statt sie als isolierte Stationen abzuhaken. Die Route führt zu den zentralen Orten des Centro Storico: zum Bodenmosaik der Kathedrale mit seinem riesigen Lebensbaum, zur Märtyrerkapelle mit den Reliquien der 800 von Otranto, zur byzantinischen Chiesa di San Pietro mit ihren Fresken, durch die Gassen des Borgo und zu den Bastionen mit dem Castello Aragonese. Lokale Guides erzählen dabei die Geschichte der osmanischen Belagerung von 1480, die die Stadt bis heute prägt, und öffnen den Blick für Details, an denen man allein achtlos vorbeiläuft – ein Symbol im Mosaik, eine Inschrift, eine bauliche Spur der Belagerung. Gerade dieser erzählerische Zusammenhang ist der Mehrwert gegenüber einem Besuch auf eigene Faust. Wer die Hintergründe kennt, sieht das Bodenmosaik, die Märtyrerkapelle und die Festung mit anderen Augen und versteht, wie eng Kunst, Glaube und Stadtgeschichte in Otranto verwoben sind. Die Mischung aus byzantinischem Erbe, normannisch-romanischer Kathedrale und aragonesischer Festung wird so als zusammenhängende Geschichte lesbar. Touren werden auf Italienisch und Englisch angeboten, in der Saison teils auch auf Deutsch. Der frühe Vormittag ist die beste Zeit, bevor die Tagesgäste kommen und die Sommerhitze einsetzt. Bequeme Schuhe für das Kopfsteinpflaster, Sonnenschutz und Wasser sind sinnvoll; für die Kathedrale ist angemessene, schulterbedeckende Kleidung erwünscht. Da der Eintritt für Kathedrale und Kastell je nach Anbieter im Preis enthalten sein kann oder nicht, lohnt eine kurze Nachfrage vorab.
Ein geführter Rundgang verbindet die zentralen Orte der Altstadt von Otranto zu einer zusammenhängenden Geschichte. In rund zwei Stunden geht es zum Bodenmosaik und zur Märtyrerkapelle der Kathedrale, zur byzantinischen Chiesa di San Pietro, durch die Gassen des Borgo und zu den Bastionen mit dem Castello Aragonese. Lokale Guides erzählen die Geschichte der Belagerung von 1480 und machen auf Details aufmerksam, an denen man allein vorbeiläuft. So werden byzantinisches Erbe, romanische Kathedrale und aragonesische Festung als ein zusammenhängendes Bild lesbar.
