Der Dom Santa Maria Assunta ist das architektonische Herzstück Comos und gilt als einer der harmonischsten Übergänge von der Gotik zur Renaissance in ganz Norditalien. Begonnen wurde der Bau 1396, doch er zog sich über dreieinhalb Jahrhunderte hin, bis Filippo Juvarra die Vierung 1744 mit seiner hohen Kuppel krönte. In dieser langen Bauzeit liegt der besondere Reiz: An der Kathedrale lässt sich der Stilwandel mehrerer Epochen ablesen, von der Spätgotik über die Renaissance bis zum Barock. Die Fassade aus hellem Marmor ist reich gegliedert und wird von Statuen der beiden Plinii flankiert – Plinius der Ältere und Plinius der Jüngere, Comos berühmte römische Gelehrte. Dass eine christliche Kathedrale ihre heidnischen antiken Söhne ehrt, ist eine Besonderheit, die die Verbundenheit der Stadt mit ihrer römischen Vergangenheit zeigt. Im Inneren hängen kostbare Gobelins zwischen den Pfeilern und schmücken das hohe Mittelschiff. Der weite Raum unter Juvarras Kuppel und die wechselnden Stilelemente machen den Innenraum ebenso sehenswert wie die Fassade. Zusammen mit dem angrenzenden Broletto, dem mittelalterlichen Rathaus mit seiner gestreiften Marmorfront, bildet der Dom das schönste Platzensemble der Stadt. Der Dom liegt mitten in der Città Murata, wenige Schritte von der Piazza Cavour und den Schiffsanlegern entfernt, und ist damit für fast jeden Como-Besuch der natürliche erste Halt. Der Eintritt ist frei. Wer mehr von der Architektur sehen will, sollte auch den Blick auf das Ensemble mit dem Broletto und dem benachbarten Torre del Comune nicht versäumen. Bei Besuchen ist die Kleiderordnung einer aktiven Kirche zu beachten.
Eine Kathedrale, an der sich der Stilwandel von Spätgotik über Renaissance bis Barock ablesen lässt. Außen eine reich gegliederte helle Marmorfassade mit den Statuen der beiden Plinii, innen ein hohes Mittelschiff mit kostbaren Gobelins zwischen den Pfeilern und dem weiten Raum unter Juvarras Kuppel. Der Dom liegt zentral in der Città Murata und ist Teil des schönsten Platzensembles der Stadt.
Der Bau wurde 1396 begonnen und zog sich über dreieinhalb Jahrhunderte hin. In dieser Zeit folgten die Bauphasen aufeinander von der Spätgotik über die Renaissance bis zum Barock, bis Filippo Juvarra die Vierung 1744 mit seiner Kuppel krönte. Die Statuen der beiden Plinii an der Fassade verweisen auf das römische Erbe Comos.
