Das Museo Diocesano San Matteo ist im alten Seminar neben dem Dom von Salerno untergebracht und zeigt den Kirchenschatz der Kathedrale. Sein Herzstück sind die berühmten Salerner Elfenbeine: Dutzende fein geschnitzte Tafeln mit biblischen Szenen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Es handelt sich um einen der größten zusammenhängenden Bestände mittelalterlicher Elfenbeinkunst weltweit, was das Museum über die Stadtgrenzen hinaus bedeutsam macht. Die Elfenbeintafeln erzählen Episoden aus dem Alten und Neuen Testament und zeugen von der hohen handwerklichen und künstlerischen Kultur, die Salerno im Mittelalter prägte – eine Zeit, in der die Stadt unter den Normannen und mit ihrer berühmten Medizinschule eine bedeutende Rolle spielte. Die feine Schnitzarbeit und die erzählerische Dichte der Szenen lohnen einen genauen Blick. Neben den Elfenbeinen bewahrt das Museum weitere Zeugnisse aus tausend Jahren Bistumsgeschichte. Dazu gehören illuminierte Exultet-Rollen – mittelalterliche Schriftrollen mit liturgischem Gesang, deren Bilder beim Abrollen sichtbar wurden – sowie Tafelbilder und Goldschmiedearbeiten. Zusammen ergeben sie ein dichtes Bild der religiösen Kunst und Frömmigkeit der Region über die Jahrhunderte. Das Diözesanmuseum bildet einen ruhigen, oft fast leeren Kontrapunkt zum Trubel der Altstadtgassen. Wer sich für mittelalterliche Kunst und die Geschichte Salernos interessiert, findet hier eine konzentrierte Sammlung abseits der größeren Besucherströme. Durch die Lage unmittelbar neben dem Dom lässt sich der Besuch gut mit der Besichtigung der Kathedrale verbinden.
Du betrittst ein ruhiges Museum im alten Seminar neben dem Dom. Im Mittelpunkt stehen die Salerner Elfenbeine – Dutzende fein geschnitzte Tafeln mit biblischen Szenen. Dazu kommen illuminierte Exultet-Rollen, Tafelbilder und Goldschmiedearbeiten. Die Sammlung ist überschaubar, aber von hoher Qualität, und meist angenehm wenig besucht.
Das Museum bewahrt den über tausend Jahre gewachsenen Kirchenschatz des Bistums Salerno. Die Salerner Elfenbeine entstanden im 11. und 12. Jahrhundert, einer Blütezeit der Stadt unter normannischer Herrschaft. Die Sammlung dokumentiert die religiöse Kunst und Frömmigkeit der Region über die Jahrhunderte.
