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Duomo di San Matteo
Die normannische Kathedrale von Robert Guiskard: Säulenatrium, Mosaik-Ambonen und die Krypta mit dem Grab des Evangelisten Matthäus.
◆ STADTVIERTEL · SALERNO
Zwischen Via dei Mercanti und Dom drängt sich Salernos tausendjährige Altstadt: langobardische Kirchen, normannische Säulenhöfe und der Heilpflanzengarten der mittelalterlichen Medizinschule, dazwischen Handwerksläden, Weinbars und eine der lebhaftesten Abendszenen Kampaniens. Tagsüber Geschichte auf Schritt und Tritt, abends Movida in den Gassen.

Salernos Altstadt war einmal Regierungssitz: Herzog Arechi II. verlegte im 8. Jahrhundert seine Residenz hierher, und mit San Pietro a Corte überdauert mitten im Gassengewirr ein Rest seiner Palastkapelle – darunter liegen römische Thermen, ein Stockwerk Geschichte unter dem anderen. Die Normannen setzten im 11. Jahrhundert den Dom obendrauf: Durch ein Atrium aus antiken Säulen betritt man die Kathedrale, in deren Krypta der Evangelist Matthäus verehrt wird und in der Papst Gregor VII. begraben liegt.
Berühmt wurde das Viertel aber durch seine Ärzte. Die Schola Medica Salernitana, die älteste Medizinschule Europas, lehrte hier vom 10. bis ins 13. Jahrhundert auf der Höhe ihres Ruhms – Frauen eingeschlossen, wie die legendäre Trotula. Ihr greifbarstes Erbe ist der Giardino della Minerva: Auf Terrassen über den Dächern legte der Arzt Matteo Silvatico um 1300 einen Lehrgarten für Heilpflanzen an, der als Vorläufer aller botanischen Gärten Europas gilt. Der Aufstieg über die Treppengassen gehört zu den schönsten Wegen der Stadt.
Heute ist das Centro Storico beides zugleich: Freilichtmuseum und Wohnzimmer. Vormittags gehören die Gassen den Handwerksläden und dem Duft aus den Backstuben, ab dem Aperitivo füllen sich die Plätze um Via dei Mercanti und Largo Campo – Salernos Movida ist unter Studenten der ganzen Region ein Begriff. Dazwischen liegen Adressen, die seit Generationen bestehen: die Pasticceria Pantaleone mit ihrer Scazzetta, winzige Hostarien mit handgeschriebener Karte und Trattorien, in denen der Scarpariello noch nach alter Salerner Art gekocht wird.
01 · Highlights
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Die normannische Kathedrale von Robert Guiskard: Säulenatrium, Mosaik-Ambonen und die Krypta mit dem Grab des Evangelisten Matthäus.
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Der terrassierte Heilpflanzengarten der mittelalterlichen Medizinschule – mit Pergolen, Brunnen und Blick über Dächer und Golf.
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Rest der langobardischen Palastanlage von Arechi II. – darunter römische Thermen, Geschichte in Schichten mitten im Gassengewirr.
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Ab dem Aperitivo füllen sich Largo Campo und Via dei Mercanti: Weinbars, Hostarien und Trattorien mit salernitanischer Küche.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
04 · Aktivitäten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Den Dom mit Atrium und Matthäus-Krypta, den Giardino della Minerva über den Dächern, das langobardische San Pietro a Corte – und eine Scazzetta in der Pasticceria Pantaleone an der Via dei Mercanti.
Sehr: Rund um Largo Campo und die Via dei Mercanti gehört die Movida zu den bekanntesten Süditaliens, vor allem am Wochenende. Wer ruhig schlafen will, wählt ein Zimmer abseits der Hauptachsen – oder feiert einfach mit.
Unbedingt – der kleine Eintritt ist gut angelegt: Heilpflanzenterrassen nach mittelalterlicher Ordnung, Pergolen, Wasserläufe und einer der schönsten Ausblicke über Altstadt und Golf, dazu eine Teestube mit Kräutertees nach Rezepten der Schola Medica.
Zu Fuß in rund 15 Minuten: einfach dem Corso Vittorio Emanuele folgen, der als Fußgängerzone direkt auf die Via dei Mercanti zuläuft. Ein Auto braucht und will man hier nicht – die Gassen sind eng und größtenteils Fußgängern vorbehalten.
07 · In der Nähe
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