Das Museo Faggiano ist die wohl kurioseste Sehenswürdigkeit Lecces. Als Familie Faggiano in ihrem Haus an der Via Ascanio Grandi ein Abwasserrohr reparieren wollte, stieß sie unter dem Boden auf Schicht um Schicht Stadtgeschichte – messapische Gräber, römische Speicher, mittelalterliche Zisternen, Spuren der Templer und Franziskanerinnen. Was als simple Reparatur begann, wurde zur Entdeckung von Jahrtausenden. Aus der Reparatur wurden Jahre der Ausgrabung. Statt das Rohr zu finden, legte die Familie Grab um Grab, Gewölbe um Gewölbe frei und erkannte, dass ihr Haus auf einem Querschnitt der gesamten Lecceser Geschichte stand. Schließlich entstand ein privates Museum, in dem Besucher durch die Jahrtausende hinabsteigen – von der Oberfläche der heutigen Stadt bis zu den ältesten messapischen Schichten. Der Rundgang führt durch enge Treppen, Schächte und freigelegte Räume, die anschaulich machen, wie eine Stadt über ihrer eigenen Vergangenheit wächst. Man sieht Zisternen, in denen einst Wasser gespeichert wurde, Speicher aus römischer Zeit und Spuren der Orden, die hier wirkten. Die Geschichte des Hauses selbst – die zufällige Entdeckung – macht den Besuch zusätzlich fesselnd. Am Ende steigt man hinauf auf den Turm mit Altstadtblick, der die Reise durch die Schichten mit einem Panorama über das heutige Lecce abschließt. Für den Besuch wird ein Ticket benötigt; Öffnungszeiten sollten vorab geprüft werden. Das Museum ist eng und mehrstöckig, festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit sind hilfreich. Wer Lecce jenseits der großen Barockmonumente verstehen will, findet hier einen ungewöhnlichen, sehr persönlichen Zugang zur Stadtgeschichte.
Ein privates Museum, das aus einer zufälligen Entdeckung entstand: Unter dem Haus der Familie Faggiano liegen messapische Gräber, römische Speicher, mittelalterliche Zisternen und Spuren der Templer und Franziskanerinnen. Der Rundgang führt über enge Treppen und Schächte durch die Jahrtausende, bis hinauf auf einen Turm mit Altstadtblick. Festes Schuhwerk ist hilfreich, für den Besuch wird ein Ticket benötigt.
Beim Versuch, ein Abwasserrohr zu reparieren, stieß Familie Faggiano auf Schicht um Schicht Lecceser Geschichte. Aus der Reparatur wurden Jahre der Ausgrabung, die messapische, römische und mittelalterliche Spuren sowie Hinweise auf Templer und Franziskanerinnen ans Licht brachten. Schließlich entstand das heutige Museum.
