Der Dom von Lecce steht auf einer Piazza, die es so kein zweites Mal gibt: Der Platz hat nur einen einzigen Zugang und wirkt wie ein steinerner Salon, gerahmt von Kathedrale, Bischofspalast und Priesterseminar. Wer durch die Engstelle tritt, betritt einen geschlossenen Raum, der wie eine Bühne wirkt – eine bewusste Inszenierung des barocken Städtebaus, die den Besucher unweigerlich in den Bann zieht. Giuseppe Zimbalo, einer der prägenden Baumeister des barocco leccese, baute die Kirche im 17. Jahrhundert um und schuf den freistehenden Glockenturm, der mit knapp 70 Metern zu den höchsten Italiens zählt. Von oben reicht der Blick über die Dächer der Altstadt bis zur Adria – ein Panorama, das den Aufstieg lohnt. Der Campanile ist zugleich eine weithin sichtbare Landmarke, die schon bei der Annäherung an Lecce den Standort des Doms verrät. Die prächtige Nordfassade zur Piazza ist ein Paradebeispiel des barocco leccese: reich gegliedert, mit Statuen, Säulen und feinem Steinmetzwerk im weichen pietra leccese. Sie ist nicht die eigentliche Hauptfassade, wurde aber zur Piazza hin besonders aufwendig gestaltet, weil sie der erste Eindruck für jeden ist, der den Platz betritt. So entsteht ein Zusammenspiel von Architektur und Raum, das typisch für Lecce ist. Für den Besuch des Doms und des Glockenturms wird in der Regel ein Ticket benötigt, oft im Rahmen eines Kombitickets für mehrere Sakralbauten der Stadt. Aktuelle Konditionen und Öffnungszeiten sollten vor Ort oder im Voraus geprüft werden. Wer die Stufen des Campanile erklimmt, wird mit dem schönsten Überblick über das barocke Lecce belohnt.
Ein geschlossener barocker Platz mit nur einem Zugang, gerahmt von Kathedrale, Bischofspalast und Priesterseminar. Die reich gegliederte Nordfassade aus pietra leccese empfängt den Besucher, der freistehende Glockenturm von Zimbalo ragt knapp 70 Meter auf. Wer ihn besteigt, blickt über die Altstadt bis zur Adria. Für Dom und Turm wird in der Regel ein Ticket benötigt.
Die Kathedrale geht auf das Mittelalter zurück, wurde aber im 17. Jahrhundert von Giuseppe Zimbalo im Stil des barocco leccese umgebaut. Zimbalo schuf auch den freistehenden Campanile. Die Piazza mit ihrem einzigen Zugang ist ein bewusst inszeniertes Ensemble des barocken Städtebaus.
