Am Übergang zwischen Altstadt und Neustadt wacht das Castello Carlo V. Kaiser Karl V. ließ die mittelalterliche Burg im 16. Jahrhundert zu einer gewaltigen Festung mit trapezförmigem Grundriss und massiven Bastionen ausbauen – Schutz gegen die osmanische Bedrohung von See. Die wuchtigen Mauern erinnern daran, dass Lecce und der gesamte Salento jahrhundertelang an einer umkämpften Grenze des Mittelmeers lagen. Der Umbau machte aus der älteren Burg eine moderne Verteidigungsanlage ihrer Zeit: niedrige, schräge Mauern, die Kanonenbeschuss besser standhielten, vorspringende Bastionen für das Flankenfeuer und ein klar geometrischer Grundriss. Im Inneren verbergen sich hinter den Mauern Höfe, Kasematten und Wehrgänge, durch die der Rundgang führt – ein anschaulicher Einblick in die Festungsbaukunst des 16. Jahrhunderts. Heute beherbergen die Säle Ausstellungen und das Museo della Cartapesta, das Lecces traditioneller Papiermaché-Kunst gewidmet ist. Die cartapesta, kunstvolle Figuren aus Papiermaché, ist ein Handwerk, für das Lecce berühmt ist; das Museum zeigt, wie aus Papier, Leim und Stroh ausdrucksstarke Heiligenfiguren und Krippenfiguren entstehen. So verbindet das Castello militärische Vergangenheit mit lebendiger Handwerkstradition. Der Rundgang über Höfe, Kasematten und Wehrgänge lohnt sich auch für Familien, da die wuchtige Architektur und die wechselnden Ausstellungen abwechslungsreich sind. Für den Besuch wird in der Regel ein Ticket benötigt; Öffnungszeiten und aktuelle Ausstellungen sollten vorab geprüft werden. Die Lage neben der Villa Comunale macht es leicht, den Besuch mit einer Pause im Stadtgarten zu verbinden.
Eine wuchtige Festung des 16. Jahrhunderts mit trapezförmigem Grundriss und Bastionen. Der Rundgang führt über Höfe, Kasematten und Wehrgänge. In den Sälen finden wechselnde Ausstellungen statt, dazu das Museo della Cartapesta zur Lecceser Papiermaché-Kunst. Ein abwechslungsreicher Besuch, auch für Familien geeignet. In der Regel ist ein Ticket nötig.
Auf einer älteren mittelalterlichen Burg ließ Kaiser Karl V. die Festung im 16. Jahrhundert ausbauen, um Lecce gegen die osmanische Bedrohung von See zu schützen. Der trapezförmige Grundriss mit schrägen Mauern und vorspringenden Bastionen entsprach der modernen Festungsbaukunst der Zeit.
