Die Basilica di Santa Croce ist der Höhepunkt des Lecceser Barock. An ihrer Fassade arbeiteten Baumeister wie Gabriele Riccardi und Giuseppe Zimbalo über fast 150 Jahre, bis Ende des 17. Jahrhunderts ein steinernes Wimmelbild aus Putten, Fabelwesen, Früchten und Säulen vollendet war – gekrönt von einer großen Rosette. Kaum eine andere Fassade Italiens zeigt eine derart dichte, fantasievolle Detailfülle. Möglich machte das der weiche Kalkstein pietra leccese, der sich fast wie Holz schnitzen lässt und erst an der Luft aushärtet. Diese Eigenschaft erlaubte den Steinmetzen, jene überbordende Ornamentik zu schaffen, für die Lecce berühmt ist. Die Fassade ist ein Lehrstück darüber, wie Material, Handwerk und der Geist der Gegenreformation zusammenwirkten, um ein einzigartiges Stadtbild zu prägen. Umso überraschender ist das Innere: Die Kirche öffnet sich als heller, fast klassischer Raum, der in seiner Klarheit einen bewussten Gegensatz zur üppigen Fassade bildet. Wer von draußen den Überschwang erwartet, findet innen Ruhe und Ordnung – ein Spannungsverhältnis, das den Besuch besonders reizvoll macht. Das schönste Licht auf der Fassade gibt es am späten Nachmittag, wenn die tiefstehende Sonne die unzähligen Figuren plastisch hervortreten lässt und den honigfarbenen Stein zum Leuchten bringt. Für die Besichtigung wird in der Regel ein Ticket benötigt, oft als Kombiticket mit weiteren Sakralbauten der Stadt; Öffnungszeiten und Konditionen sollten vorab geprüft werden. Santa Croce liegt zentral und ist Pflichtstation auf jedem Rundgang durch das barocke Lecce.
Eine der eindrucksvollsten Barockfassaden Italiens: über fast 150 Jahre aus weichem pietra leccese geschaffen, dicht besetzt mit Putten, Fabelwesen, Früchten und Säulen, gekrönt von einer großen Rosette. Innen überrascht ein heller, fast klassischer Raum als Gegensatz zum Überschwang der Fassade. Für die Besichtigung wird in der Regel ein Ticket benötigt. Santa Croce liegt zentral und ist Pflichtstation jedes Rundgangs.
An der Fassade arbeiteten Baumeister wie Gabriele Riccardi und Giuseppe Zimbalo über fast 150 Jahre, bis sie Ende des 17. Jahrhunderts vollendet war. Der Bau fällt in die Zeit der Gegenreformation, die den überbordenden Stil des barocco leccese befeuerte. Der weiche Kalkstein pietra leccese machte die Detailfülle möglich.
