Mitten auf Lecces zentralem Platz öffnet sich das Amphitheater des antiken Lupiae aus der römischen Kaiserzeit – jahrhundertelang vergessen und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Was heute auf der Piazza Sant'Oronzo zu sehen ist, war über Jahrhunderte unter Häusern und Straßen verschwunden, bis Grabungen einen Teil der Arena und der Ränge wieder ans Licht brachten. Freigelegt ist nur ein Ausschnitt des einstigen Baus: Der Rest der Anlage liegt bis heute unter den umliegenden Gebäuden, was der Ausgrabung ihren besonderen Reiz gibt. Man blickt von der Piazza auf einen Querschnitt der Antike, eingebettet in die moderne Stadt – ein anschauliches Bild dafür, wie Lecce über den Resten seiner römischen Vergangenheit gewachsen ist. In der Kaiserzeit fasste das vollständige Amphitheater ein Vielfaches dessen, was heute sichtbar ist. Der Platz selbst, die Piazza Sant'Oronzo, ist das Herz der Stadt. Neben dem Amphitheater erhebt sich die Säule des heiligen Oronzo, des Stadtpatrons, deren Sockel ursprünglich aus Brindisi stammt und das südliche Ende der antiken Via Appia markierte. So treffen auf engem Raum mehrere Epochen aufeinander. Von der Piazza Sant'Oronzo blickt man kostenlos auf die Ausgrabung hinab – ein Eintritt ist nicht nötig, das Monument ist Teil des öffentlichen Raums. Im Sommer dient die Arena gelegentlich als Kulisse für Veranstaltungen und Konzerte. Wer Lecce erkundet, kommt ohnehin an diesem Platz vorbei: Er ist der natürliche Mittelpunkt jedes Stadtrundgangs und ein guter Ausgangspunkt, um die Altstadt zu erschließen.
Von der Brüstung der Piazza Sant'Oronzo blickt man kostenlos auf den freigelegten Teil des römischen Amphitheaters hinab: Arena und ein Teil der Ränge sind sichtbar, der Rest liegt unter den umliegenden Gebäuden. Daneben steht die Säule des heiligen Oronzo. Der Platz ist das belebte Herz der Stadt und der natürliche Mittelpunkt jedes Rundgangs durch die Altstadt.
Das Amphitheater entstand in der römischen Kaiserzeit in der antiken Stadt Lupiae, dem Vorläufer Lecces. Über die Jahrhunderte wurde es überbaut und geriet in Vergessenheit, bis es zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei Bauarbeiten wiederentdeckt und teilweise freigelegt wurde.
