Beim geführten Rundgang durch die Altstadt erschließt sich der barocco leccese am besten. Lokale Guides führen in rund zwei Stunden von der Porta Napoli über die Basilica di Santa Croce und den Corso Vittorio Emanuele zur Piazza del Duomo und weiter zum römischen Amphitheater an der Piazza Sant'Oronzo. Unterwegs öffnen sie den Blick für die Details, an denen man allein vorbeiliefe: die fratzenhaften Figuren und Fruchtgehänge an den Fassaden, die Innenhöfe der Palazzi und die kleinen Werkstätten, in denen der weiche leccesische Stein bis heute bearbeitet wird. Der Reiz des Rundgangs liegt im Erzählen: Warum der helle pietra leccese sich so fein meißeln ließ, dass die Steinmetze des 17. Jahrhunderts ganze Fassaden in Spitzenwerk verwandelten; wie die Gegenreformation diesen überbordenden Stil befeuerte; und weshalb Lecce den Beinamen "Florenz des Barock" trägt. Vor der Basilica di Santa Croce, dem Höhepunkt jeder Tour, wird klar, wie viele Bildhauergenerationen an der einen Fassade gearbeitet haben. Viele Touren enden mit einem Pasticciotto und einem caffè in ghiaccio – dem typischen Lecceser Eiskaffee mit Mandelmilch. So verbindet sich Architektur mit der Alltagskultur der Stadt. Die Gruppen bleiben meist klein, was Raum für Fragen lässt. Morgens oder am späten Nachmittag ist der Rundgang am angenehmsten: Das Licht bringt den honigfarbenen Stein zum Leuchten, und die Mittagshitze des Salento bleibt aus. Festes, bequemes Schuhwerk genügt – die Wege sind kurz und eben, das Pflaster der Altstadt jedoch uneben. Wer Lecce zum ersten Mal besucht, gewinnt in diesen zwei Stunden eine Orientierung, die den restlichen Aufenthalt deutlich bereichert.
Ein lokaler Guide führt in rund zwei Stunden durch die barocke Altstadt – von der Porta Napoli über die Basilica di Santa Croce und den Corso zur Piazza del Duomo und zum römischen Amphitheater. Unterwegs werden die Fassadendetails, der weiche leccesische Stein und die Geschichte des "Florenz des Barock" erklärt. Viele Touren enden mit einem Pasticciotto und einem caffè in ghiaccio. Die Gruppen bleiben klein, sodass Raum für Fragen bleibt.
