Hoch über Sulmona klebt die Einsiedelei Sant'Onofrio al Morrone in der senkrechten Felswand des Berges, der die Stadt nach Osten begrenzt. Der Bau wirkt, als sei er der Wand abgerungen, und seine Lage macht ihn zu einem der eindrucksvollsten religiösen Orte der mittleren Abruzzen. Hier lebte im 13. Jahrhundert der Eremit Pietro da Morrone in Abgeschiedenheit und Askese, umgeben von den Höhlen und Pfaden des Berges. Pietro da Morrone wurde 1294 völlig überraschend zum Papst gewählt und nahm den Namen Coelestin V. an. Schon nach wenigen Monaten trat er von seinem Amt zurück, ein in der Kirchengeschichte seltener Vorgang, der ihn bis heute zu einer besonderen Figur macht. Die Einsiedelei erinnert an dieses Leben zwischen Rückzug und kurzem höchstem Kirchenamt und ist Ziel von Pilgern wie von Wanderern. Über Treppen und steile Pfade erreichbar, bietet die Terrasse der Einsiedelei einen weiten Blick über das Valle Peligna hinweg bis zur Maiella. Im Inneren erinnern Fresken und eine schlichte Kapelle an das Leben des Heiligen. Direkt unterhalb liegen die archäologischen Reste des römischen Heiligtums Ercole Curino, sodass sich antike Kultstätte und mittelalterliche Einsiedelei an einem Hang begegnen. Der Aufstieg verlangt Trittsicherheit und festes Schuhwerk, belohnt aber mit Stille, Geschichte und Aussicht zugleich. Wer von Sulmona aus die Bergwelt erleben will, findet hier ein nahes Ziel, das Andacht und Natur verbindet. Öffnungszeiten und Zugang können wechseln und sollten vorab geprüft werden.
Besucher erwartet eine Einsiedelei, die in die senkrechte Felswand des Morrone gebaut ist und über Treppen und steile Pfade erreicht wird. Im Inneren erinnern Fresken und eine schlichte Kapelle an Pietro da Morrone, der hier lebte und 1294 als Coelestin V. Papst wurde. Von der Terrasse reicht der Blick über das Valle Peligna bis zur Maiella. Unterhalb liegen die Reste des römischen Heiligtums Ercole Curino. Der Ort verbindet Andacht, Geschichte und Bergnatur.
Im 13. Jahrhundert lebte hier der Eremit Pietro da Morrone in Abgeschiedenheit. 1294 wurde er überraschend zum Papst gewählt und nahm den Namen Coelestin V. an, trat aber nach wenigen Monaten zurück, ein in der Kirchengeschichte seltener Schritt. Die Einsiedelei in der Felswand bewahrt die Erinnerung an sein Leben und steht oberhalb des antiken römischen Heiligtums Ercole Curino.
