Highlight
Campo del Príncipe
Der grüne Hauptplatz des Viertels von 1497, abends das Tapas-Zentrum mit Terrassen am Fuß des Alhambra-Hügels.
◆ STADTVIERTEL · GRANADA
Am Südfuß des Alhambra-Hügels liegt das Realejo, das alte jüdische Viertel des maurischen Granada – einst Garnata al-Yahud genannt. Heute mischen sich hier Renaissance-Paläste und ein nasridischer Saal mit lebendigen Tapas-Bars und den großformatigen Wandbildern des Stadtkünstlers El Niño de las Pinturas.

Das Realejo, offiziell Realejo-San Matías, war in der Nasridenzeit das jüdische Viertel Granadas. Die jüdische Gemeinde gruppierte ihre Häuser und Werkstätten in einem Gebiet, das man Garnata al-Yahud – „Granada der Juden" – nannte. Davon erzählen bis heute steile Gassen, alte Mauern und einige der ältesten Bauten der Stadt, in denen mittelalterliche, gotische und Renaissance-Architektur nebeneinanderstehen.
Der Mittelpunkt des Viertels ist der Campo del Príncipe, ein langgezogener, baumbestandener Platz, der 1497 auf dem Gelände eines früheren muslimischen Friedhofs angelegt wurde. Heute reihen sich hier Terrassen und Tavernen aneinander, und am frühen Abend füllt sich der Platz zur Tapas-Zeit. Wenige Schritte entfernt liegen Zeugen der Geschichte: der Cuarto Real de Santo Domingo, ein nasridischer Palastsaal aus dem späten 13. Jahrhundert, und die Casa de los Tiros, ein Adelspalast des 16. Jahrhunderts, der heute das Stadtgeschichtsmuseum beherbergt.
Das zweite Gesicht des Realejo ist jung und farbig: An vielen Hausfassaden finden sich die Murales von Raúl Ruiz, bekannt als El Niño de las Pinturas, Granadas berühmtestem Street-Art-Künstler. Seine großformatigen Gesichter, Hände und poetischen Textfragmente machen einen Bummel durch die Gassen zu einer Galerie unter freiem Himmel – ein Spaziergang vom nasridischen Saal zur Sprühdose.
01 · Highlights
Highlight
Der grüne Hauptplatz des Viertels von 1497, abends das Tapas-Zentrum mit Terrassen am Fuß des Alhambra-Hügels.
Highlight
Großformatige Wandbilder des Granadiner Street-Art-Künstlers Raúl Ruiz verteilen sich über die Fassaden des ganzen Viertels.
Highlight
Ein selten erhaltener nasridischer Palastsaal aus dem späten 13. Jahrhundert, später Teil eines Dominikanerklosters.
Highlight
Renaissance-Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert, heute Museo de Historia de Granada – benannt nach den Arkebusen an seinem Turm.
02 · Sehenswürdigkeiten
Holger Uwe Schmitt (CC BY-SA 4.0) · WikimediaSakralbau · Ticket nötig
Die königliche Grabkapelle der Katholischen Könige Isabella und Ferdinand neben der Kathedrale von Granada.
03 · Essen & Trinken
Spanisch · €€€
Autorenküche von Lola Marín im Realejo – wöchentlich wechselndes Degustationsmenü.
04 · Praktisch
05 · Häufige Fragen
In der maurischen Zeit lebte hier die jüdische Gemeinde Granadas im Gebiet Garnata al-Yahud. Nach 1492 wandelte sich das Viertel, doch seine Gassen, Mauern und einige alte Bauten erinnern bis heute an diese Vergangenheit.
Die Murales verteilen sich über das ganze Realejo, an Hausfassaden in den Gassen rund um den Campo del Príncipe. Ein zielloser Spaziergang durch das Viertel führt fast von selbst an mehreren vorbei.
Ja, das Realejo ist ein gutes und bodenständiges Tapas-Viertel Granadas, besonders rund um den Campo del Príncipe. Wie in ganz Granada gibt es zum Getränk oft eine kostenlose Tapa dazu.
Ja. Der Cuarto Real de Santo Domingo bewahrt einen original nasridischen Palastsaal aus dem späten 13. Jahrhundert – ein selten erhaltenes Zeugnis maurischer Wohnkultur außerhalb der Alhambra.
06 · In der Nähe
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