Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ronda
Fast alles liegt im Umkreis von einem Kilometer – die Schlucht in der Mitte, die Altstadt südlich davon, die Neustadt im Norden.
Der Puente Nuevo ist der Fixpunkt, an dem jeder Rundgang beginnt und endet. Die Brücke wurde zwischen 1759 und 1793 nach Plänen von José Martín de Aldehuela errichtet, überspannt die Schlucht El Tajo in knapp hundert Metern Höhe und verbindet die beiden Stadthälften an ihrer schmalsten Stelle. Über dem Mittelbogen steckt eine Kammer im Bauwerk, die lange als Gefängnis diente und heute ein kleines Interpretationszentrum beherbergt. Den klassischen Blick auf die Brückenflanke hast du vom Mirador de Aldehuela unmittelbar nebenan, den zweiten von der Plaza de España, wo das Geländer direkt über der Kante verläuft.
Auf der Neustadtseite steht die Plaza de Toros von 1785, ebenfalls ein Entwurf Aldehuelas und eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens. Der Rundgang führt über die Sandfläche, durch die Stallungen und ins Museo Taurino mit Sattelkammer, historischen Waffen und Grafiken. Zwei Minuten weiter beginnt der Parque Alameda del Tajo aus dem frühen 19. Jahrhundert, ein schmaler Park mit alten Bäumen, dessen Balkone frei über der Felswand hängen – der ruhigste Aussichtspunkt der Stadt, weil ihn die Tagesgruppen meist auslassen.
Südlich der Brücke beginnt La Ciudad, und dort steht auf der Plaza Duquesa de Parcent die Iglesia de Santa María la Mayor, gebaut auf den Fundamenten der Hauptmoschee; Reste des alten Bogens sind im Inneren erhalten geblieben. Ein paar Schritte weiter öffnet der Palacio de Mondragón seine Mudéjar-Höfe und den Klippengarten, im Gebäude sitzt das Stadtmuseum von Ronda. Bei der Casa del Rey Moro schließlich wird das neomudéjare Wohnhaus restauriert und bleibt geschlossen – zugänglich sind die beiden Teile dahinter: die 1912 von Jean Claude Nicolas Forestier angelegten Terrassengärten und die maurische Wassermine, die über rund zweihundert in den Fels geschlagene Stufen bis zum Fluss hinunterführt.
Unten am Hang, dort wo der Arroyo de las Culebras in den Guadalevín mündet, liegen die Baños Árabes aus dem 13. und 14. Jahrhundert – die besterhaltenen arabischen Bäder Andalusiens, mit Hufeisenbögen auf gedrungenen Säulen und sternförmigen Öffnungen im Tonnengewölbe, durch die Licht in Streifen fällt. Gleich daneben führt der Puente Viejo von 1616 über die Schlucht, tiefer im Tal die kleine arabische Brücke. Von der gegenüberliegenden Schluchtseite bieten die terrassierten Jardines de Cuenca das Panorama, auf dem alle drei Brücken gleichzeitig zu sehen sind, und ganz im Süden markiert die Puerta de Almocábar aus dem 13. Jahrhundert den einstigen Haupteingang in die maurische Stadt.











