Am östlichen Zipfel der Costa del Sol, dort wo die Sierra Almijara fast bis ans Wasser reicht, sitzt Nerja auf einem Felssporn über dem Meer. Anders als die hochgebauten Resorts weiter westlich hat sich der Ort den Charakter eines weißen andalusischen Städtchens bewahrt, in dem sich Strandurlaub mit Natur und Tradition mischt. Herzstück ist der Balcón de Europa, eine palmengesäumte Aussichtsterrasse, die auf einem ehemaligen Festungsfelsen mitten im Ort über dem Wasser schwebt. Von hier fällt der Blick auf eine Küste aus Klippen, kleinen Buchten und Fischerstränden statt endloser Hotelriegel. Direkt unterhalb liegen kleine Strände wie Calahonda und El Salón, während die breite Playa de Burriana am Ostrand des Ortes der größte und belebteste Strand mit Chiringuitos und Wassersport ist. Wenige Kilometer außerhalb öffnen sich die Höhlen von Nerja, ein weitläufiges Tropfsteinhöhlensystem mit gewaltigen Sälen und einer riesigen Stalagmitensäule. Die Höhlen zählen zu den meistbesuchten Naturattraktionen Spaniens und beherbergen prähistorische Malereien. Hinter dem Ort steigen weiße Bergdörfer in die Hänge. Allen voran Frigiliana, nur wenige Kilometer entfernt, gilt als eines der schönsten Dörfer Andalusiens, mit steilen gepflasterten Gassen, blumengeschmückten Häusern und maurischem Erbe. Abends kehrt man in Nerja in die Tapas-Bars der Altstadt ein, wo zu Wein und Bier noch echte andalusische Häppchen serviert werden – ein Reiseziel, das den südspanischen Sonnenurlaub erdet.



