Das Rathaus von Sterzing steht mitten in der Neustadt, eingebettet zwischen den Erkerhäusern der Fußgängerzone, und wird bis heute von der Stadtverwaltung genutzt. Was es von außen kaum verrät: Hinter der Fassade verbirgt sich einer der schönsten gotischen Innenräume der Region. Herzstück ist der spätgotische Ratssaal aus dem 15. Jahrhundert – ein vollständig holzvertäfelter Raum mit Erker, schwerer Balkendecke und originalem Gestühl. Hier wird seit über 500 Jahren Stadtpolitik gemacht, und genau dieser ungebrochene Gebrauch macht den Saal so besonders: Er ist kein museales Schaustück, sondern ein lebendiger Versammlungsraum, in dem die Geschichte der Berg- und Handelsstadt spürbar bleibt. Der Saal lässt sich in der Regel während der Öffnungszeiten der Gemeinde besichtigen oder im Rahmen geführter Stadtrundgänge. Da der Raum aktiv genutzt wird, kann der Zugang bei Sitzungen oder Veranstaltungen eingeschränkt sein – ein kurzer Blick ins Tourismusbüro lohnt sich, um die aktuellen Zeiten zu erfahren. Für Besucher der Sterzinger Neustadt ist das Rathaus ein kurzer, lohnender Stopp. Es liegt nur wenige Schritte vom Zwölferturm entfernt und lässt sich gut mit einem Bummel durch die Fußgängerzone, dem Multschermuseum und der Pfarrkirche zu einem stimmigen Altstadtrundgang verbinden. Wer Interesse an historischer Holzbaukunst und gotischer Innenausstattung hat, sollte sich den Ratssaal nicht entgehen lassen.
Du betrittst ein noch immer genutztes Rathaus, dessen Höhepunkt der spätgotische Ratssaal aus dem 15. Jahrhundert ist: ein vollständig holzvertäfelter Raum mit Erker, schwerer Balkendecke und originalem Gestühl. Der Besuch ist kurz und konzentriert sich auf diesen Saal, der seit über 500 Jahren als Versammlungsraum dient. Weil hier weiterhin getagt wird, ist der Zugang an die Öffnungszeiten der Gemeinde oder an Stadtführungen gebunden.
Das Rathaus entstand in der Blütezeit Sterzings als Berg- und Handelsstadt. Sein Ratssaal aus dem 15. Jahrhundert dokumentiert den Wohlstand jener Epoche: Die aufwendige Holzvertäfelung, der Erker und das erhaltene Gestühl zeugen vom Selbstbewusstsein der Bürgerschaft. Bis heute dient der Saal der Stadtverwaltung und ist damit einer der am längsten ununterbrochen genutzten Versammlungsräume Südtirols.
