Vom Spätnovember bis Anfang Januar verwandelt sich der Platz rund um den Zwölferturm in den Sterzinger Weihnachtsmarkt – einen der fünf Original Südtiroler Christkindlmärkte. Unter den großen Märkten des Landes gilt Sterzing als der intimste: Statt Rummel und Massenandrang prägt eine ruhige, handwerkliche Atmosphäre das Geschehen. Die Stände setzen auf Handwerk aus den umliegenden Tälern, auf regionale Spezialitäten und winterliche Klassiker wie Glühwein und warme Speisen. Vor der Kulisse der Erkerhäuser der Neustadt sorgen Chöre und Bläsergruppen für die musikalische Begleitung – das Programm ist eher besinnlich als laut und passt zum Charakter der kleinen Bergstadt. Ihren stärksten Moment hat der Markt in der blauen Stunde. Wenn das Tageslicht weicht und die beleuchteten Zinnengiebel der Neustadt mit den Lichtern der Marktstände um die Wette glänzen, entsteht die Stimmung, für die Sterzing im Advent bekannt ist. Der 46 Meter hohe Zwölferturm steht dabei buchstäblich im Mittelpunkt und gibt dem Markt seine unverwechselbare Kulisse. Weil der Markt kompakt und fußläufig ist, lässt er sich gut mit einem Bummel durch die Lauben verbinden. Danach laden die Gasthäuser und Cafés der Stadt zum Aufwärmen ein. Wer den Trubel größerer Christkindlmärkte meiden möchte und Wert auf Handwerk, Musik und eine historische Altstadtkulisse legt, findet in Sterzing eine der stimmungsvollsten Adressen des Südtiroler Advents.
In der blauen Stunde fotografieren, wenn Giebel und Stände zusammen leuchten.





























