Burg Reifenstein – italienisch Castel Tasso – erhebt sich auf einem einzelnen Felsrücken über dem Sterzinger Talboden. Sie gilt als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen Südtirols, und das aus einem besonderen Grund: Reifenstein wurde nie zerstört und kaum umgebaut. Wo viele Burgen nur als Ruine oder stark veränderter Bau überdauern, zeigt Reifenstein das Burgleben erstaunlich unverfälscht. Zu den Höhepunkten der Anlage gehört der spätgotische „Grüne Saal“ mit seinen gemalten Ranken, der dem Raum seinen Namen gibt. Erhalten sind außerdem die originalen Schlafkojen der Wachmannschaft, holzgetäfelte Bohlenstuben und die Wehrgänge, über die man die Verteidigungsanlage nachvollziehen kann. Diese Authentizität macht den Besuch zu einer seltenen Zeitreise ins Mittelalter. Besichtigen lässt sich die Burg ausschließlich im Rahmen von Führungen, und die Saison läuft im Sommerhalbjahr. Ein spontaner Rundgang auf eigene Faust ist also nicht möglich – die Führung ist Teil des Erlebnisses und vermittelt die Geschichte der Anlage und ihrer Bewohner. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Schon der Weg hinauf und der Blick vom Burghügel lohnen sich: Von hier reicht die Sicht weit über das Wipptal bis zu den Stubaier Alpen. In Kombination mit der gegenüberliegenden Burgruine Sprechenstein und der Lage nahe Sterzing eignet sich Reifenstein gut als halbtägiges Ausflugsziel für alle, die sich für mittelalterliche Architektur und gut erhaltene Innenräume interessieren.
Du besichtigst die Burg ausschließlich mit Führung und erlebst dabei das mittelalterliche Burgleben erstaunlich unverfälscht: den spätgotischen Grünen Saal mit gemalten Ranken, originale Schlafkojen der Wachen, holzgetäfelte Bohlenstuben und Wehrgänge. Der Aufstieg auf den Felsrücken und der Blick über das Wipptal bis zu den Stubaier Alpen gehören dazu. Der Besuch dauert mit Führung etwa eine Stunde und richtet sich an alle, die sich für gut erhaltene mittelalterliche Architektur interessieren.
Burg Reifenstein stammt aus dem Mittelalter und blieb über die Jahrhunderte nahezu unverändert, weil sie weder zerstört noch grundlegend umgebaut wurde. Diese Kontinuität bewahrte den spätgotischen Grünen Saal, die Bohlenstuben und die Wehranlagen in ihrem ursprünglichen Zustand. Damit zählt Reifenstein zu den wertvollsten erhaltenen Zeugnissen mittelalterlicher Burgkultur in Südtirol.
