Der Zwölferturm ist das Wahrzeichen von Sterzing und steht genau dort, wo die Altstadt in die Neustadt übergeht. Ende des 15. Jahrhunderts errichtet, verdankt er seinen Namen dem Mittagsläuten um zwölf Uhr, das einst den Arbeitsrhythmus der Stadt vorgab. Mit seinen 46 Metern überragt er die Erkerhäuser der Fußgängerzone und ist von fast jedem Punkt der Neustadt aus zu sehen. Seine heutige Silhouette geht auf einen Brand im 19. Jahrhundert zurück: An die Stelle des ursprünglichen gotischen Spitzhelms trat der markante Treppengiebel, der den Turm seither prägt. Genau diese gezackte Dachform macht ihn zum meistfotografierten Motiv der Stadt – kaum eine Aufnahme der Sterzinger Lauben kommt ohne ihn aus. Durch den Torbogen am Fuß des Turms fließt der gesamte Fußgängerverkehr zwischen den beiden Stadtteilen. Wer durch die Neustadt bummelt, passiert ihn fast zwangsläufig. Der Turm selbst ist von außen frei zugänglich und kostet keinen Eintritt; eine reguläre Besteigung ist nicht vorgesehen, sodass sich der Besuch auf das Erleben von der Gasse aus konzentriert. Am eindrucksvollsten ist der Zwölferturm im Advent. Wenn der Christkindlmarkt zu seinen Füßen aufgebaut ist und die beleuchteten Zinnengiebel der Neustadt in der blauen Stunde leuchten, wird der Platz rund um den Turm zum Mittelpunkt der Stadt. Aber auch tagsüber lohnt der kurze Stopp – der Blick die Lauben hinauf zum Treppengiebel gehört zu den klassischen Sterzing-Ansichten.
Aus der Fußgängerzone die Lauben hinauf fotografieren, um Turm und Erkerhäuser zusammen ins Bild zu holen.






























