Im historischen Deutschhaus, der einstigen Kommende des Deutschen Ordens, bewahrt Sterzing seinen größten Kunstschatz. Das Multschermuseum zeigt die erhaltenen Tafeln des Flügelaltars, den der Ulmer Meister Hans Multscher Mitte des 15. Jahrhunderts für die Sterzinger Pfarrkirche schuf. Diese Tafeln gelten als Hauptwerk der spätgotischen Malerei im Alpenraum und sind der Grund, warum das Museum überregional bekannt ist. Mit dem Multscher-Altar verbindet sich eine besondere Geschichte: Ursprünglich für die nahe Pfarrkirche Unsere Liebe Frau im Moos geschaffen, wurde der Altar im Laufe der Jahrhunderte zerlegt. Die erhaltenen Tafeln fanden im Deutschhaus ihren Platz, sodass sich Museum und Pfarrkirche heute thematisch ergänzen – ein Rundgang, der die Entstehung und das spätere Schicksal des Werks nachvollziehbar macht. Das angeschlossene Stadtmuseum erzählt die Geschichte der Fugger- und Bergbaustadt am Brenner. Vom Säumerverkehr über die Pässe und dem Silberboom, der Sterzing reich machte, bis zum Alltag im Wipptal spannt sich der Bogen. So wird verständlich, woher der Wohlstand kam, der Bauten wie den Zwölferturm, das Rathaus und die großen Kirchen ermöglichte. Das Museum ist kompakt und damit gut an einem Vormittag oder Nachmittag zu besuchen. Es ist kostenpflichtig und lässt sich ideal mit der nahen Pfarrkirche verbinden, in der der Altar einst stand. Wer die Kunst- und Bergbaugeschichte Sterzings verstehen will, findet hier den passenden Einstieg.
Du besichtigst im historischen Deutschhaus die erhaltenen Tafeln des Multscher-Altars aus dem 15. Jahrhundert, das Herzstück der Sammlung und ein Hauptwerk spätgotischer Malerei. Das angeschlossene Stadtmuseum erzählt anschaulich die Geschichte der Fugger- und Bergbaustadt am Brenner – vom Säumerverkehr über den Silberboom bis zum Alltag im Wipptal. Das Museum ist kompakt und in ein bis zwei Stunden gut zu erkunden, ideal in Kombination mit der nahen Pfarrkirche.
Das Deutschhaus diente einst als Kommende des Deutschen Ordens. Heute beherbergt es die erhaltenen Tafeln des Flügelaltars, den Hans Multscher Mitte des 15. Jahrhunderts für die Pfarrkirche im Moos schuf. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Altar zerlegt; die geretteten Teile bilden den Kern des Museums. Das Stadtmuseum ergänzt die Kunst mit der Wirtschaftsgeschichte der Bergbaustadt, deren Silberreichtum den Wohlstand Sterzings begründete.
