Die Antica Focacceria San Francesco gehört zu den ältesten Lokalen Palermos und ist seit ihrer Gründung 1834 ein fester Bezugspunkt für die Streetfood-Kultur der Stadt. Sie liegt an der Via Alessandro Paternostro 58, direkt an der Piazza San Francesco mit ihrer mittelalterlichen Kirche. Schon der Eintritt ins historische Stammhaus mit gusseisernen Säulen, Marmortheken und einem alten Holzbüfett versetzt Gäste in die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts zurück. Im Zentrum der Karte steht das, was Palermo kulinarisch ausmacht: das Pani ca' Meusa, ein weiches Brötchen, gefüllt mit in Schmalz gegartem Kalbsmilz und Lunge, wahlweise schietta (pur) oder maritata (mit Käse). Dazu kommen knusprige Panelle, frittierte Fladen aus Kichererbsenmehl, oft kombiniert mit Cazzilli (Kartoffelkroketten) im Brötchen. Die Arancine – auf Sizilien in der weiblichen Form – sind gefüllte und frittierte Reisbällchen, klassisch mit Ragù oder Butter und Schinken. Auch Sfincione, der dicke palermitanische Pizzafladen mit Zwiebeln, Sardellen und Caciocavallo, gehört zum Repertoire. Das Lokal lässt sich auf zwei Arten erleben: schnell und unkompliziert am Tresen wie in einem traditionellen Imbiss oder in Ruhe an den Tischen drinnen und draußen auf der Piazza, wo der Service stärker einem Restaurant gleicht. Diese Doppelnatur macht die Antica Focacceria zu einem Ort, an dem Einheimische ihren Mittagssnack holen und Reisende zugleich entspannt die sizilianische Küche kennenlernen. Wer die Stadt verstehen will, beginnt hier oft mit dem ersten Bissen palermitanischen Streetfoods.
Die Küche konzentriert sich kompromisslos auf das palermitanische Streetfood-Repertoire. Im Mittelpunkt stehen das Pani ca' Meusa mit Milz und Lunge, frittierte Panelle aus Kichererbsenmehl, Cazzilli-Kartoffelkroketten und die gefüllten Reisbällchen Arancine. Dazu kommen Sfincione, der dicke palermitanische Pizzafladen mit Zwiebeln und Sardellen, sowie sizilianische Süßspeisen wie Cannoli zum Abschluss. Die Gerichte folgen alten Rezepturen, die seit Generationen weitgehend unverändert zubereitet werden.
Das historische Stammhaus mit gusseisernen Säulen, Marmortheken und altem Holzbüfett atmet das Palermo des 19. Jahrhunderts. Am Tresen herrscht der lebhafte Betrieb eines klassischen Imbisses, während die Tische auf der Piazza San Francesco vor der mittelalterlichen Kirche eine ruhigere, fast theatralische Kulisse bieten.
