Highlight
Piazza Marina & Giardino Garibaldi
Weitläufiger Platz mit einem der größten Ficus-Magnolia-Bäume Europas im Zentrum des Gartens.
◆ STADTVIERTEL · PALERMO
La Kalsa ist Palermos arabische Seele am Meer: ein Geflecht aus engen Gassen, bröckelnden Adelspalästen und versteckten Gärten, das im 9. Jahrhundert als befestigte Emirsstadt am Hafen entstand. Heute ist das Viertel zwischen Piazza Marina und dem Foro Italico das kulturelle und nächtliche Herz der Altstadt – ein Mix aus Kunstgalerien, restaurierten Kirchen und morbidem Charme.

Der Name La Kalsa stammt vom arabischen al-khalisa, „die Auserwählte" oder „die Reine". Im 9. Jahrhundert ließen die arabischen Herrscher hier eine befestigte Zitadelle errichten, in der der Emir und sein Hofstaat residierten – mit Arsenal, Hamam-Bädern, einer Moschee und Regierungsgebäuden, umgeben von einer Stadtmauer mit vier Toren. Es war eine der ersten geplanten arabischen Siedlungen Europas, und noch heute folgt das Gassengewirr dieser jahrhundertealten Struktur. Das Viertel wurde im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen schwer getroffen und jahrzehntelang sich selbst überlassen; erst in den letzten Jahrzehnten hat es sich wiederbelebt.
Das Herz der Kalsa schlägt rund um die weitläufige Piazza Marina, in deren Mitte die Villa Garibaldi liegt – mit einem der größten Ficus-Magnolia-Bäume Europas, dessen Luftwurzeln wie ein eigener kleiner Urwald wirken. An der Piazza steht der Palazzo Chiaramonte-Steri aus dem Jahr 1307, einst Sitz der spanischen Vizekönige und später der Inquisition; heute beherbergt er unter anderem Guttusos berühmtes Gemälde „Vucciria". Wenige Schritte entfernt öffnet sich entlang des Foro Italico die weite Meerespromenade, auf der Palermitaner bei Sonnenuntergang flanieren.
Wer das Viertel versteht, läuft ziellos durch die Gassen: vorbei am dachlosen gotischen Kirchenkomplex Santa Maria dello Spasimo, der heute Konzerte unter freiem Himmel beherbergt, zum Palazzo Abatellis mit dem monumentalen Fresko „Trionfo della Morte" und Antonello da Messinas „Annunziata". Abends verwandelt sich die Kalsa in Palermos Ausgehviertel; im Sommer bespielt das Festival Kals'art Plätze und Höfe mit Theater, Musik und Kunst.
01 · Highlights
Highlight
Weitläufiger Platz mit einem der größten Ficus-Magnolia-Bäume Europas im Zentrum des Gartens.
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Mittelalterlicher Adelspalast von 1307, einst Inquisitionssitz, heute mit Guttusos Gemälde „Vucciria".
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Dachlose gotische Kirche, in der heute Konzerte und Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden.
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Regionalgalerie mit dem Fresko „Trionfo della Morte" und Antonello da Messinas „Annunziata".
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Breite Meerespromenade, der beliebteste Ort der Palermitaner für den abendlichen Spaziergang am Wasser.
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Italienisch · €€
Beliebtes Bistro direkt an den Quattro Canti in den Räumen einer ehemaligen Buchhandlung, mit palermitanischer Küche zu moderaten Preisen.
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Häufige Fragen
Vom arabischen al-khalisa, „die Auserwählte" oder „die Reine". So hieß die im 9. Jahrhundert errichtete befestigte Zitadelle des Emirs, eine der ersten geplanten arabischen Siedlungen Europas.
Das einst vernachlässigte Viertel hat sich stark gewandelt und ist heute Palermos Kultur- und Ausgehviertel. Tagsüber wie abends gut besucht; wie überall in Großstädten gilt: auf Wertsachen achten und belebte Gassen bevorzugen.
Die Piazza Marina mit dem riesigen Ficus, den Palazzo Chiaramonte-Steri, die dachlose Santa Maria dello Spasimo, den Palazzo Abatellis und die Promenade am Foro Italico.
Ja. Das Viertel liegt im südöstlichen Teil der historischen Altstadt und ist von den zentralen Quattro Canti bequem zu Fuß zu erreichen.
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