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Piazza Caracciolo
Das Herz des Marktes und abends der Treffpunkt für Palermos lebhaftes, günstiges Nachtleben.
◆ STADTVIERTEL · PALERMO
Die Vucciria ist Palermos legendärster Markt mit zwei Gesichtern: tagsüber ein schrumpfender, aber atmosphärischer Markt zwischen alten Palästen, abends das pulsierende Zentrum des Nachtlebens rund um die Piazza Caracciolo. Im historischen Loggia-Viertel zwischen dem alten Hafen La Cala und der Via Roma verschmelzen Street Food, verfallene Fassaden und ausgelassene Sommernächte zu einem unverwechselbaren Erlebnis.
Der Name „Vucciria" leitet sich vom französischen boucherie ab, dem Schlachthaus – ursprünglich war dies ein Fleischmarkt. Die Wurzeln reichen ins Mittelalter zurück: Im 13. Jahrhundert ließen sich genuesische, pisanische und venezianische Kaufleute hier nieder, weil das Viertel direkt am ältesten Hafenbecken Palermos, La Cala, lag. Über die Jahrhunderte wandelte sich das Angebot zu Fisch, Gemüse und allerlei Waren, die im Hafen ankamen. 1783 ließ Vizekönig Caracciolo dem Marktplatz eine geordnete Form geben – seither trägt der zentrale Platz seinen Namen.
Heute ist die Vucciria als Markt nur noch ein Schatten ihrer einstigen Größe – jenes lärmenden, überbordenden Marktes, den Renato Guttuso 1974 in seinem berühmten Gemälde „Vucciria" verewigte (heute im Palazzo Steri zu sehen). Doch genau dieser morbide, halb verfallene Charme macht den Reiz aus: zwischen der Piazza Caracciolo, der Via Argenteria, der Via dei Cassari und der kleinen Piazza Garraffello mit ihrer Renaissance-Fontana del Garraffello von 1591 reihen sich Street-Food-Stände, Bars und mit Graffiti übersäte Palastfassaden.
Sein zweites Gesicht zeigt das Viertel nach Sonnenuntergang: Dann verwandeln sich Piazza Caracciolo und die umliegenden Gassen in das pulsierende Zentrum von Palermos Nachtleben, wo sich Einheimische und Reisende auf günstige Drinks treffen. Kulinarisch probiert man hier die Klassiker des palermitanischen Street Food – Pani câ Meusa (Brötchen mit Milz), Panelle (Kichererbsenküchlein), Arancine und Sfincione. Wer es ruhiger mag, sucht die Kirche Sant'Eulalia dei Catalani, ein Zeugnis der einst hier ansässigen katalanischen Kaufmannschaft.
01 · Highlights
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Das Herz des Marktes und abends der Treffpunkt für Palermos lebhaftes, günstiges Nachtleben.
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Verwitterter Platz mit der Renaissance-Marmorfontäne von 1591, einst Treffpunkt der Kaufleute.
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Probierort für Pani câ Meusa, Panelle, Arancine und Sfincione direkt an den Ständen.
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Das älteste Hafenbecken Palermos am Rand des Viertels, heute ein malerischer Bootshafen.
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Kleine Kirche, die an die seit dem 13. Jahrhundert hier ansässige katalanische Handelsgemeinschaft erinnert.
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Als Lebensmittelmarkt ist die Vucciria deutlich geschrumpft und wirkt teils verfallen. Ihr Reiz liegt heute eher im atmosphärischen Verfall, im Street Food und vor allem im abendlichen Nachtleben rund um die Piazza Caracciolo.
Abends. Nach Sonnenuntergang verwandeln sich Piazza Caracciolo und die umliegenden Gassen in eines der wichtigsten Ausgehzentren Palermos mit Bars und Street Food.
Vom französischen Wort boucherie (Schlachthaus). Ursprünglich war die Vucciria ein Fleischmarkt, bevor sich das Angebot zu Fisch, Gemüse und Waren aus dem Hafen wandelte.
Der sizilianische Maler Renato Guttuso schuf 1974 das berühmte Gemälde „Vucciria", das den überbordenden Markt zeigt. Es ist heute im Palazzo Chiaramonte-Steri in der Kalsa zu sehen.
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