Das Teatro Scientifico, meist nach seinem Architekten Teatro Bibiena genannt, gehört zu den schönsten historischen Theatern Italiens. Antonio Galli Bibiena, Spross einer berühmten Theaterbaumeister-Dynastie, entwarf den intimen Saal an der Via Accademia auf einem ungewöhnlichen glockenförmigen Grundriss. Vier Ränge geschwungener Logen umschließen das Parkett in sanfter Kurve, illusionistische Malereien lassen den überschaubaren Raum größer und festlicher erscheinen, als er ist. Berühmt wurde das Haus nicht durch seine Maße, sondern durch einen besonderen Gast. Nur wenige Wochen nach der Eröffnung im Dezember 1769 konzertierte hier am 16. Januar 1770 der dreizehnjährige Wolfgang Amadé Mozart. Sein Vater Leopold schwärmte in seinen Briefen vom schönsten Theater, das er je gesehen habe – eine Einschätzung, die viele Besucher bis heute teilen, wenn sie den warm beleuchteten Saal betreten. Anders als die großen Opernhäuser war das Teatro Bibiena nicht für Massenpublikum gedacht, sondern als wissenschaftlich-akademischer Versammlungsort der Accademia, der zugleich Konzerte und gelehrte Zusammenkünfte aufnehmen konnte. Diese Doppelfunktion spiegelt sich im Namen Teatro Scientifico und in der konzentrierten, intimen Atmosphäre des Saals. Das Haus wird bis heute für Konzerte und Lesungen bespielt und lässt sich tagsüber besichtigen. Besucher dürfen sich in die Logen setzen und den Blick auf Bühne und Ränge aus verschiedenen Perspektiven erleben – eine seltene Gelegenheit, ein historisches Theater nicht nur von außen, sondern von innen wie ein Gast des 18. Jahrhunderts zu erfahren.
Du betrittst einen intimen Theatersaal auf glockenförmigem Grundriss, in dem vier Ränge geschwungener Logen das Parkett umschließen. Illusionistische Malereien lassen den überschaubaren Raum festlicher wirken. Besucher dürfen sich in die Logen setzen und Bühne und Ränge aus verschiedenen Blickwinkeln erleben. Der Saal trägt die Spuren seiner Doppelfunktion als Theater und akademischer Versammlungsort und ist eng mit dem Mozart-Konzert von 1770 verbunden.
Antonio Galli Bibiena vollendete das Teatro Scientifico 1769 als akademischen Theater- und Versammlungsbau der Accademia in Mantua. Nur wenige Wochen nach der Eröffnung trat hier am 16. Januar 1770 der dreizehnjährige Mozart auf. Sein Vater Leopold lobte das Haus überschwänglich. Bis heute dient das Theater Konzerten und Lesungen und gilt als eines der besterhaltenen Beispiele der Theaterbaukunst der Bibiena-Familie.
