Der Palazzo Ducale ist nicht ein einzelner Palast, sondern eine ganze Stadt in der Stadt. Über mehr als vier Jahrhunderte bauten die Gonzaga ihre Residenz an der Piazza Sordello immer weiter aus, bis ein Geflecht aus Höfen, Gärten, Galerien, Kapellen und mehreren hundert Räumen entstanden war. Vom mittelalterlichen Palazzo del Capitano über die Corte Nuova bis zum Castello di San Giorgio am Wasser spiegeln die Bauten den Aufstieg der Familie vom Stadtherrn zum herzoglichen Hof. Das Herzstück und der berühmteste Raum der ganzen Stadt ist die Camera degli Sposi im Castello di San Giorgio. Andrea Mantegna malte sie zwischen 1465 und 1474 für Markgraf Ludovico III. Gonzaga aus. Die illusionistischen Fresken zeigen die herrschende Familie in höfischen Szenen, als wären die Wände durchsichtig geworden. An der Decke öffnet sich ein gemalter Okulus zum Himmel, von dem Putten und Hofdamen auf den Betrachter herabblicken – eines der frühesten und einflussreichsten Beispiele der Deckenillusion der Renaissance. Doch der Palast hat weit mehr zu bieten als diesen einen Raum. In den Appartamenti reihen sich kostbar ausgestattete Säle aneinander, darunter die Galleria degli Specchi und Räume mit Wandteppichen nach Raffael-Entwürfen. Höfe und Gärten verbinden die Bauteile, und immer wieder eröffnen sich Blicke auf die Seen, die Mantua umgeben. Wer die Camera degli Sposi sehen möchte, sollte vorausplanen: Der Zugang ist auf Zeitfenster mit begrenzter Besucherzahl beschränkt, eine Online-Reservierung vorab wird dringend empfohlen. Für den gesamten Komplex sollte man mehrere Stunden einplanen, da die Wege durch die Säle, Höfe und das Castello lang sind.
Du durchwanderst eine der größten Palastanlagen Europas: ein Geflecht aus Höfen, Gärten, Galerien und mehreren hundert Sälen, das über vier Jahrhunderte gewachsen ist. Vom mittelalterlichen Palazzo del Capitano führt der Weg bis zum Castello di San Giorgio am Wasser. Dort liegt der Höhepunkt, die Camera degli Sposi mit Mantegnas illusionistischen Fresken und dem gemalten Decken-Okulus. In den Appartamenti reihen sich kostbar ausgestattete Säle und Galerien aneinander.
Die Gonzaga errichteten ihre Residenz ab dem Mittelalter und erweiterten sie über mehr als vier Jahrhunderte vom Palazzo del Capitano über die Corte Nuova bis zum Castello di San Giorgio. Zwischen 1465 und 1474 schuf Andrea Mantegna im Castello die Camera degli Sposi. Mit dem Aufstieg der Familie zu Herzögen wuchs der Komplex zu einer der größten Palastanlagen Europas und wurde zum Zentrum der höfischen Kultur Mantuas.
