Die Basilica di Sant'Andrea ist das größte Gotteshaus Mantuas und ein Schlüsselwerk der Frührenaissance. Ab 1472 wurde sie nach Plänen Leon Battista Albertis errichtet, eines der einflussreichsten Architekturtheoretiker seiner Zeit. Schon die Fassade an der Piazza Mantegna ist programmatisch: Alberti übernahm das antike Triumphbogenmotiv und schuf so eine Eingangsfront, die wie ein römisches Stadttor ins Sakrale übersetzt wirkt. Hinter dieser antikisch strengen Fassade öffnet sich der eigentliche Wurf des Baus. Statt der üblichen Aufteilung in Mittel- und Seitenschiffe spannt sich ein einziges, gewaltiges Tonnengewölbe über den Kirchenraum. Seitenkapellen treten an die Stelle der Seitenschiffe, sodass der Blick ungehindert nach vorn zieht. Diese Lösung – ein einziger weiter Raum unter einem mächtigen Gewölbe – wurde zum Vorbild für zahlreiche Kirchenbauten der folgenden Jahrhunderte. In der Krypta werden die Sacri Vasi verwahrt, die Reliquie des Heiligen Blutes, die das religiöse Selbstverständnis der Stadt seit dem Mittelalter prägt. Sie wird nur am Karfreitag in einer feierlichen Prozession durch Mantua getragen. In der ersten Seitenkapelle links liegt Andrea Mantegna begraben; seine Grabbüste entwarf der Maler noch selbst, sodass der große Renaissance-Künstler hier bis heute gegenwärtig ist. Die markante Kuppel, die heute die Silhouette der Stadt prägt, kam erst im 18. Jahrhundert nach Plänen Filippo Juvarras hinzu und vollendete den Bau über mehrere Jahrhunderte hinweg. Der Eintritt ist frei; die Basilika liegt direkt an der Piazza Mantegna, nur wenige Schritte von der Piazza delle Erbe entfernt.
Du trittst durch eine Fassade mit antikem Triumphbogenmotiv in das größte Gotteshaus Mantuas. Statt Seitenschiffen spannt sich ein einziges, gewaltiges Tonnengewölbe über den Raum, flankiert von Seitenkapellen. In der ersten Kapelle links liegt Andrea Mantegna begraben. In der Krypta werden die Sacri Vasi, die Reliquie des Heiligen Blutes, verwahrt. Über allem erhebt sich die Kuppel des 18. Jahrhunderts. Der Eintritt ist frei.
Der Bau begann 1472 nach Plänen Leon Battista Albertis und ersetzte einen Vorgängerbau, der die Reliquie des Heiligen Blutes beherbergte. Alberti entwarf einen einheitlichen Raum unter einem mächtigen Tonnengewölbe, der die Kirchenarchitektur der Folgezeit prägte. Die Vollendung zog sich über Jahrhunderte; die Kuppel entstand im 18. Jahrhundert nach Plänen Filippo Juvarras. In der Basilika fand Andrea Mantegna seine letzte Ruhe.
