Im Palazzo Brera, einem weitläufigen Gebäudekomplex im gleichnamigen Künstlerviertel, hängt eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen Italiens. Der Palazzo ist ein Ort des Wissens und der Kunst: Hier teilen sich die Kunstakademie (Accademia di Belle Arti), ein Botanischer Garten, eine Bibliothek und eine Sternwarte das Gebäude – ein Ensemble, das die Pinacoteca in einen lebendigen kulturellen Kontext einbettet. Die Sammlung wurde maßgeblich unter Napoleon zusammengetragen, der Mailand zur Kunsthauptstadt seines italienischen Königreichs machen wollte. In dieser Zeit gelangten zahlreiche Werke aus aufgelösten Kirchen und Klöstern Norditaliens nach Brera. Daraus entstand eine Sammlung, die ihren Schwerpunkt auf der italienischen Malerei vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert hat und einige der berühmtesten Gemälde des Landes vereint. Die Säle führen durch Höhepunkte der Kunstgeschichte. Mantegnas „Beweinung Christi“ (Cristo morto) verblüfft durch die radikale perspektivische Verkürzung des liegenden Leichnams Christi und gilt als Meisterwerk der Renaissance-Perspektive. Raffaels „Vermählung Mariens“ (Sposalizio della Vergine) zeigt die klare, harmonische Komposition des jungen Meisters, und Caravaggios „Abendmahl in Emmaus“ (Cena in Emmaus) bringt das dramatische Licht des Barock in die Sammlung. Den wohl bekanntesten Publikumsmagneten bildet Francesco Hayez' „Der Kuss“ (Il bacio), das meistreproduzierte Bild der italienischen Romantik, das ein sich umarmendes Paar in einem Augenblick voller Symbolik zeigt. Diese Dichte an Schlüsselwerken macht die Pinacoteca di Brera zu einem der wichtigsten Kunstmuseen Italiens. Sie liegt im Herzen des Viertels Brera, dessen Gassen, Galerien und Cafés sich gut mit einem Museumsbesuch verbinden lassen.
Ein Rundgang durch eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen Italiens, schwerpunktmäßig italienische Malerei vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Zu den Höhepunkten zählen Mantegnas „Beweinung Christi“ mit ihrer radikalen Verkürzung, Raffaels „Vermählung Mariens“, Caravaggios „Abendmahl in Emmaus“ und Hayez' „Der Kuss“. Die Galerie liegt im Palazzo Brera, den sich Akademie, Botanischer Garten, Bibliothek und Sternwarte teilen.
Die Sammlung wurde maßgeblich unter Napoleon zusammengetragen, der Mailand zur Kunsthauptstadt seines italienischen Königreichs machen wollte. In dieser Zeit gelangten zahlreiche Werke aus aufgelösten Kirchen und Klöstern Norditaliens in den Palazzo Brera. Daraus entstand eine Sammlung, die bis heute zu den wichtigsten Italiens zählt und im selben Gebäude wie die Kunstakademie untergebracht ist.
