Die Galleria Vittorio Emanuele II verbindet seit 1867 die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala und gehört zu den ältesten überdachten Einkaufspassagen der Welt. Die kreuzförmige Anlage unter einem hohen Dach aus Glas und Eisen wurde vom Architekten Giuseppe Mengoni entworfen. Sein Schicksal ist eng mit dem Bau verbunden: Mengoni stürzte kurz vor der feierlichen Vollendung vom Baugerüst in den Tod – eine Episode, die bis heute zur Geschichte der Galleria gehört. Architektonisch ist die Passage ein Höhepunkt des 19. Jahrhunderts. Die filigrane Eisenkonstruktion, die große zentrale Glaskuppel über der achteckigen Kreuzung und die reich verzierten Fassaden machen die Galleria zu einem repräsentativen Bauwerk, das den Geist der industriellen Moderne mit klassischer Pracht verbindet. Mosaike, Stuck und Malereien schmücken die Wände und Böden. Unter der hohen Glaskuppel haben sich große Modehäuser angesiedelt, die der Galleria ihren Ruf als eine der ersten Adressen für Luxus eingetragen haben. Daneben bestehen historische Lokale fort: das Camparino in Galleria, die traditionsreiche Bar am Eingang zum Domplatz, und das Restaurant Cracco des bekannten Küchenchefs. So ist die Passage zugleich Einkaufsort, Treffpunkt und Durchgang zwischen den beiden wichtigsten Plätzen der Stadt. Eine Mailänder Tradition zieht viele Besucher an: Im Boden der Galleria ist ein Mosaik mit dem Stier von Turin eingelassen. Wer Glück sucht, dreht sich mit dem Absatz auf den Hoden des Stiers dreimal um die eigene Achse. Die blank gewetzte, vertiefte Stelle im Mosaik zeugt von Millionen solcher Versuche und ist selbst zu einer kleinen Attraktion geworden. Der Durchgang durch die Galleria gehört damit zu den Erlebnissen, die kaum ein Mailand-Besuch auslässt – sie liegt unmittelbar auf dem Weg zwischen Dom und Scala.
Eine kreuzförmige Passage unter einem hohen Dach aus Glas und Eisen mit einer großen zentralen Glaskuppel über der achteckigen Kreuzung. Mosaike, Stuck und Malereien schmücken Wände und Böden. Unter der Kuppel haben sich Modehäuser sowie historische Lokale wie das Camparino und das Restaurant Cracco angesiedelt. Im Boden lädt das Stier-Mosaik zur Mailänder Glücks-Tradition ein.
Die Galleria wurde nach dem Entwurf von Giuseppe Mengoni errichtet und 1867 weitgehend vollendet. Sie ist nach dem ersten König des geeinten Italien benannt. Mengoni stürzte kurz vor der feierlichen Eröffnung vom Baugerüst in den Tod. Die Passage gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des 19. Jahrhunderts in Mailand.
