Über den Aufzug oder die historischen Treppen führt diese Tour hinauf auf die Marmor-Dachterrassen des Mailänder Doms. Was vom Boden aus nur als ferne Silhouette zu erahnen ist, wird hier zum begehbaren Skulpturenfeld: Zwischen Fialen, Wasserspeiern und Strebebögen spaziert man hoch über der Piazza del Duomo durch das filigrane Marmorwerk der Kathedrale. Eine fachkundige Führung macht aus dem Aufstieg mehr als einen Aussichtspunkt. Sie erklärt die Arbeit der Veneranda Fabbrica del Duomo, jener Dombauhütte, die seit über 600 Jahren ununterbrochen am Bauwerk weiterarbeitet. Man erfährt, wie der rosig schimmernde Candoglia-Marmor gewonnen und verbaut wird, woran man frisch ersetzte Marmorblöcke an ihrer helleren Färbung erkennt und warum der Dom als ewige Baustelle gilt, an der ständig restauriert und erneuert wird. Von den Terrassen aus rückt auch die goldene Madonnina in Sichtweite, die Marienstatue von 1774, die die höchste Spitze des Doms krönt und über der Stadt wacht. Die Nähe zu den über 3.400 Statuen und Türmchen vermittelt einen Eindruck von der handwerklichen Dichte, die das Bauwerk auszeichnet. Der Blick reicht an klaren Tagen über das Häusermeer Mailands hinweg bis zu den Alpen am Horizont. Früh am Morgen ist dieser Ausblick am schönsten: Das Licht steht günstig, die Luft ist oft klarer, und der Andrang auf den Terrassen ist deutlich geringer als zur Mittagszeit. Wegen der Beliebtheit des Doms empfiehlt es sich, das Zeitfenster vorab zu sichern. Festes Schuhwerk ist auf dem teils unebenen Marmor von Vorteil.
Über Aufzug oder historische Treppen geht es hinauf auf die Marmor-Dachterrassen des Mailänder Doms – ein begehbares Skulpturenfeld aus Fialen, Wasserspeiern und Strebebögen hoch über der Piazza del Duomo. Eine Führung erklärt, wie die Veneranda Fabbrica del Duomo seit über 600 Jahren am Bauwerk weiterarbeitet, woran man frisch ersetzte Marmorblöcke an ihrer helleren Färbung erkennt und wo die goldene Madonnina von 1774 über der Stadt wacht. An klaren Tagen reicht der Blick über das Häusermeer bis zu den Alpen.
