Am Ostrand der Ausgrabungen von Pompeji liegt das Anfiteatro di Pompei, errichtet um 70 v. Chr. Damit ist es das älteste bekannte steinerne Amphitheater der römischen Welt – rund anderthalb Jahrhunderte älter als das Kolosseum in Rom. Auf den umlaufenden Rängen fanden etwa 20.000 Zuschauer Platz, also fast die gesamte Stadtbevölkerung. Hier wurden Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen ausgetragen, das große Sommerthema der antiken Unterhaltung. Berühmt wurde der Bau auch durch ein Ereignis, das ein pompejanisches Fresko festhielt: Im Jahr 59 n. Chr. eskalierte zwischen den Pompejanern und Besuchern aus dem benachbarten Nuceria eine Schlägerei zu einem regelrechten Zuschauerkrawall mit Toten und Verletzten. Der römische Senat verhängte daraufhin ein mehrjähriges Verbot solcher Spiele in Pompeji – eine der frühesten überlieferten Reaktionen auf Fan-Gewalt überhaupt. Eine zweite, ganz andere Berühmtheit kam 1971 dazu, als Pink Floyd in der leeren Arena ihren Konzertfilm „Live at Pompeii“ drehten – ohne Publikum, allein zwischen den antiken Rängen. Das Amphitheater liegt direkt am Eingang Piazza Anfiteatro im Osten des Geländes. Wer von hier startet, beginnt den Rundgang mit einem der eindrucksvollsten Monumente und läuft die Stadt anschließend entgegen dem Hauptstrom Richtung Forum ab. Gleich daneben erstreckt sich die Große Palästra, ein weitläufiger Sportplatz mit Säulenhallen, der das Bild vom Alltag der Pompejaner ergänzt.
Eine ovale, in den Boden eingelassene Arena mit gut erhaltenen Zuschauerrängen, die man teils begehen kann. Vom oberen Rand überblickt man das gesamte Rund. Direkt daneben liegt die Große Palästra mit ihren Säulenhallen. Der Bereich ist offen und sonnig; man bewegt sich über antike Treppen und unebenes Gelände.
Errichtet um 70 v. Chr. von zwei städtischen Beamten, diente das Amphitheater Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen. 59 n. Chr. kam es zu dem von einem Fresko überlieferten Zuschauerkrawall mit Nuceria, woraufhin der Senat die Spiele für mehrere Jahre verbot. Mit der Stadt wurde der Bau 79 n. Chr. verschüttet und später ausgegraben; 1971 nutzten Pink Floyd die leere Arena als Filmkulisse.
