Das Santuario della Beata Vergine del Rosario ist der Grund, warum es das moderne Pompei überhaupt gibt. Als der Anwalt Bartolo Longo in den 1870er-Jahren mit dem Bau einer Kirche für die Verehrung der Madonna vom Rosenkranz begann, lag hier nur dünn besiedeltes Land in der Ebene unterhalb des Vesuvs. Um das wachsende Heiligtum herum entstand nach und nach die heutige Stadt – mit Plätzen, Schulen und Einrichtungen, die Longo ebenfalls ins Leben rief. Die Wallfahrtskirche gab dem Ort seinen Namen und seine Identität. Heute ist die päpstliche Basilika eines der meistbesuchten Marienheiligtümer Italiens. Der reich ausgemalte Innenraum mündet im verehrten Gnadenbild der Madonna del Rosario über dem Hauptaltar, das Ziel zahlloser Pilger ist. Der freistehende Campanile überragt mit seiner Höhe die ganze Stadt und ist schon von Weitem zu sehen; gegen Gebühr kann man ihn besteigen und über Pompei bis zu den Ausgrabungen und zum Vesuv blicken. Zwei feste Termine prägen das Jahr: die Supplica-Gebete am 8. Mai und am ersten Sonntag im Oktober, wenn Zehntausende Gläubige die Piazza Bartolo Longo vor der Kirche füllen. An diesen Tagen ist das Heiligtum überfüllt und festlich zugleich. Der Eintritt in die Basilika ist frei. Für Reisende, die ohnehin zu den Ausgrabungen kommen, liegt das Santuario nur wenige Gehminuten entfernt im Zentrum des modernen Pompei – ein deutlicher Kontrast zwischen antiker Ruinenstadt und lebendigem Wallfahrtsort.
Eine große, festlich ausgestattete Wallfahrtskirche mit reich bemaltem Innenraum, Kuppel und dem Gnadenbild der Madonna über dem Hauptaltar. Davor liegt die weite Piazza Bartolo Longo, dahinter ragt der hohe Campanile auf, der bestiegen werden kann. Es ist ein aktiver Pilgerort, oft mit Gottesdiensten und Gläubigen, kein reines Besichtigungsobjekt.
Der Anwalt Bartolo Longo initiierte ab den 1870er-Jahren den Bau einer Kirche für die Madonna del Rosario in der damals kaum besiedelten Ebene unter dem Vesuv. Um das Heiligtum entstand das heutige Pompei mit sozialen Einrichtungen. Die Kirche wurde später erweitert und in den Rang einer päpstlichen Basilika erhoben; Bartolo Longo wurde selig- und heiliggesprochen.
