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Forum von Pompeji
Das politische und religiöse Zentrum der antiken Stadt – mit Jupitertempel, Basilika und dem Vesuv als ständiger Kulisse.
◆ STADTVIERTEL · POMPEI
Hinter den Drehkreuzen der Porta Marina beginnt die größte zusammenhängende Stadtruine der Welt: gepflasterte Straßen mit Wagenspuren, Thermen, zwei Theater, ein Amphitheater und Wohnhäuser, deren Fresken wirken, als wäre der Maler nur kurz hinausgegangen. Wer früh kommt oder bis zum späten Nachmittag bleibt, erlebt zwischen Forum und Via dell'Abbondanza Momente völliger Stille – nur Eidechsen, Pinien und zweitausend Jahre.

Rund zwei Drittel der antiken Stadt sind heute freigelegt – ein Areal, das so groß ist, dass selbst an vollen Tagen stille Ecken bleiben. Die Hauptachse ist die Via dell'Abbondanza: eine gepflasterte Einkaufsstraße mit tiefen Wagenspuren, Trittsteinen zum trockenen Überqueren und Thermopolien, deren Tresen mit eingelassenen Vorratstöpfen noch genauso dastehen wie am Tag des Ausbruchs. Links und rechts öffnen sich Häuser, Werkstätten, Garküchen – das ganze Inventar eines römischen Alltags.
Die großen Namen liegen verteilt: das Forum mit dem Vesuv als Kulisse, die Casa del Fauno, in deren Boden einst das berühmte Alexandermosaik lag (das Original hängt heute im Archäologischen Nationalmuseum von Neapel), das Lupanar mit seinen erstaunlich expliziten Fresken, die Stabianer Thermen und das Große Theater. Dazu kommen die jüngeren Sensationen aus der Regio V, wo Ausgräber seit 2018 ein prächtig bemaltes Thermopolium und ganze Häuserzeilen freigelegt haben – Pompeji ist eine Baustelle der Wissenschaft, auf der immer noch entdeckt wird.
Praktisch heißt das: Plane wie ein Stratege. Der Eingang Porta Marina ist der klassische Auftakt mit Antiquarium gleich dahinter, der Eingang Piazza Anfiteatro im Osten ist oft leerer. Die Gipsabgüsse der Opfer siehst du unter anderem im Orto dei Fuggiaschi, dem „Garten der Flüchtlinge“ im Süden des Geländes. Und die Villa dei Misteri legst du am besten ans Ende: Sie liegt außerhalb der Stadtmauer an der Gräberstraße – ein stiller, würdevoller Abschluss.
01 · Highlights
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Das politische und religiöse Zentrum der antiken Stadt – mit Jupitertempel, Basilika und dem Vesuv als ständiger Kulisse.
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Eines der größten Stadthäuser Pompejis, Fundort des Alexandermosaiks – die tanzende Faun-Statuette gab ihm den Namen.
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Der berühmteste Freskenzyklus der Antike: lebensgroße Figuren eines rätselhaften Dionysos-Rituals in leuchtendem Rot.
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Die ältesten Thermen der Stadt mit erhaltenen Stuckdecken, Umkleiden und ausgeklügelter Fußbodenheizung.
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Der „Garten der Flüchtlinge“: Gipsabgüsse von dreizehn Menschen, die hier am Stadtrand vom Ausbruch eingeholt wurden.
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03 · Essen & Trinken
04 · Aktivitäten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Porta Marina im Westen ist der klassische Auftakt – mit dem Antiquarium gleich hinter dem Eingang und dem Forum nach wenigen Minuten. Wer Schlangen meiden will, startet an der Piazza Anfiteatro im Osten und läuft die Via dell'Abbondanza in Gegenrichtung.
Drei Stunden reichen für Forum, Thermen, Lupanar und ein paar Häuser. Wer auch Amphitheater, Großes Theater und die Villa dei Misteri sehen will, braucht fünf bis sechs Stunden – im Sommer am besten auf Morgen und späten Nachmittag verteilt.
Festes Schuhwerk für das holprige antike Pflaster, Wasserflasche (Trinkbrunnen im Gelände), Hut und Sonnenschutz. Große Rucksäcke müssen ins kostenlose Depot an den Eingängen.
Ja, in Teilen: Der Rundweg „Pompei per tutti“ verbindet barrierearm einige der wichtigsten Bereiche, am besten ab dem Eingang Piazza Anfiteatro. Das vollständige Gelände bleibt wegen des antiken Pflasters allerdings anspruchsvoll.
07 · In der Nähe
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