Die Caupona ist das ungewöhnlichste Restaurant in Pompei: eine nach archäologischen Vorbildern rekonstruierte römische Taverne, in der nach antiken Quellen wie dem Kochbuch des Apicius gekocht wird. Serviert wird in Terrakotta-Geschirr, das Personal trägt Tuniken, und ringsum schmücken Fresken im pompejanischen Stil die Wände. Eine Caupona war in der Antike genau das – eine einfache Garküche, in der man unterwegs aß; das Restaurant greift diese Idee auf und überträgt sie in ein Esserlebnis. Was zunächst nach reiner Kulisse klingt, ist erstaunlich ernsthaft recherchiert. Auf den Teller kommt die Geschmackswelt der Antike: das fermentierte Fischwürzmittel Garum, Hülsenfrüchte, Getreide und ungewohnte Gewürzkombinationen, die zeigen, wie anders und doch nachvollziehbar die Römer würzten. Für Reisende, die sich für die Geschichte des Ortes interessieren, wird so abstraktes Wissen aus dem Ausgrabungsbesuch buchstäblich schmeckbar – ein Kontrast zur modernen kampanischen Küche der übrigen Stadt. Die Lage nahe den Ausgrabungen macht die Caupona zur logischen Mittags- oder Abendstation nach dem Rundgang durch die echte antike Stadt. Wer direkt aus den Ruinen kommt, setzt das Erlebnis hier in entspannterem Rahmen fort. Es ist eher ein thematisches als ein Gourmet-Erlebnis und damit besonders für neugierige Gäste und Familien spannend. Reservierung in der Hauptsaison empfiehlt sich; aktuelle Preise und Öffnungszeiten erfragt man direkt vor Ort.
Antik-römische Küche nach historischen Quellen wie Apicius, übertragen auf das Konzept einer Caupona, der einfachen Garküche der Antike. Auf den Teller kommen Garum, Hülsenfrüchte, Getreide und ungewohnte Gewürzkombinationen, die die Geschmackswelt der Römer schmeckbar machen. Serviert wird in Terrakotta-Geschirr.
Eine als römische Taverne gestaltete Kulisse mit Fresken im pompejanischen Stil und Personal in Tuniken. Das Erlebnis steht im Vordergrund: locker, thematisch und neugierig machend statt fein. Die Nähe zu den Ausgrabungen verstärkt das Gefühl, in die Antike einzutauchen.
