Der Berg, der Pompeji einst zerstörte, lässt sich von der Stadt aus bequem besteigen. Shuttle-Busse bringen Reisende von Pompei zum Parkplatz auf rund 1.000 Metern Höhe im Nationalpark Vesuv. Von dort führt ein breiter Aschepfad in etwa 30 Minuten hinauf zum Rand des Gran Cono, des aktiven Hauptkraters. Der Weg ist kein alpiner Aufstieg, aber er steigt stetig an und verläuft über lockeren Vulkanschotter, der etwas Trittsicherheit verlangt. Oben wird der Aufwand belohnt: Der Blick kreist über den dampfenden Krater, in dem an einigen Stellen noch Fumarolen aufsteigen, und reicht weit über den Golf von Neapel bis nach Capri. Direkt zu Füßen liegen die Ausgrabungen, die der Berg im Jahr 79 n. Chr. unter sich begrub – ein Perspektivwechsel, der den Besuch der Ruinen rückblickend noch eindrücklicher macht. Wer Pompeji und den Vesuv an aufeinanderfolgenden Programmpunkten verbindet, versteht die Katastrophe von beiden Seiten. Ein paar Dinge sollte man wissen: Die Tickets für den Krater sind an Zeitfenster gebunden und sollten vorgebucht werden, da der Zugang kontingentiert ist. Feste Schuhe und eine Windjacke gehören ins Gepäck, denn oben am offenen Krater weht es fast immer und das Wetter kann schnell umschlagen. Die eigentliche Wanderung ist kurz, sodass sich die Tour gut als Halbtagsausflug in den Pompei-Aufenthalt einfügt. Konkrete Preise, Fahrpläne und Öffnungszeiten erfragt man am besten vorab beim Anbieter.
Eine kurze Halbtagstour vom Stadtzentrum aus: Per Shuttle geht es hinauf zum Parkplatz auf rund 1.000 Metern im Nationalpark Vesuv, von dort in etwa 30 Minuten über einen breiten Aschepfad zum Rand des Gran Cono. Am Kraterrand führt ein gesicherter Weg ein Stück um den Vulkan, mit Blick in den dampfenden Krater und über den Golf von Neapel. Der direkte Blick auf die Ausgrabungen verbindet das Vesuv-Erlebnis mit dem Besuch der antiken Stadt.
